Dienstag, Februar 07, 2006

EADS und Lufthansa: Wenn die Personalabteilung schläft


Wie die Netzeitung und die Berliner Morgenpost berichteten, floriert die Luft- und Raumfahrtindustrie in Europa so gut, dass Unternehmen, wie European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) und Lufthansa händeringend Fachkräfte aus allen Bereich und vorrangig Techniker und Ingenieure suchen. Ein klassisches Beispiel für die Personalarbeit hierzulande. Ja EADS erwägt sogar Fachkräfte aus den USA und Russland einzufliegen. Aber hallo, geht's noch? Zur Auffrischung des Gedächtnisses ein Beispiel.


Anfang der 90iger Jahre hat die EADS den Marktführer des Ostblocks in der (General)-Instandsetzung von Militärflugzeugen aller Art, nämlich den VEB Flugzeugwerft Dresden zerschlagen. Damals wurden von 2.500 Mitarbeitern mit bestem Luftfahrt-Know How über 2.000 auf die Strasse gesetzt. Lediglich rund 500 Mitarbeiter wurden als Elbe Flugzeugwerke GmbH ausgegliedert und der EADS unterstellt. Ja Freunde, Augen auf, das Know How ist im Lande und muss nur aktiviert werden! Hätte die EADS sich damals die Personalakten archiviert, gäbe es heute kein Problem. Nachweise lieber Leser? Ich war dabei, Arbeitsplaner im Fachbereich Flugzeuganlagen, Fachgruppe Hydraulik mit Baugruppenverantwortung für alle Modifikationen der Kampfflugzeuge MiG-21, MiG-23 und des Kampfhubschaubers Mi-24D!

Fotos: VEB Flugzeugwerft Dresden (Produktion in Halle 222)

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