Dienstag, Mai 29, 2007

Beispiele für Sprechgruppen des BZF II

Suchabfrage:
"beispiele sprechgruppen bzf 2"
Das Beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis II (BZF II) berechtigt zum Sprechfunkverkehr zwischen Luftfunkstelle (Luftfahrzeug) und Bodenfunkstelle (ATC) in deutscher Sprache. Ein Beispiel könnte sein:
Pilot: "Dresden Vorfeld ... Delta ... Echo .... Charly ... Tango ... Foxtrott ... (Guten Tag!)"
Vorfeld: "Delta ... Echo .... Charly ... Tango ... Foxtrott ... Dresden Vorfeld ... (Hallo!)"
Pilot: " Delta ... Echo .... Charly ... Tango ... Foxtrott ... Eine Cessna ... Eins ... Sieben ... Zwo ... VFR nach Leipzig mit einer Rechtskurve nach dem Start und Verlassen der Kontrollzone über Wiskey. Meine Position ist Vorfeld Zwo. Information ist Lima. Erbitte Rollen!"
Vorfeld: "Delta ... Tango ... Foxtrott verstanden! Rollen Sie über Hotel zum Rollhalt Charly, Piste Zwo Zwo!"
Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rolle über Hotel zum Rollhalt Charly, Piste Zwo Zwo."
(Maschine rollt los.)
Vorfeld: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rufen Sie Dresden Turm auf der Frequenz Eins Zwo Zwo Komma Neun Zwo."
Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rufe Dresden Turm auf Eins Zwo Zwo Komma Neun Zwo."
Pilot: "Dresden Turm (Guten Tag!) ... Delta ... Echo .... Charly ... Tango ... Foxtrott auf Hotel."
Turm: "Delta ... Tango ... Foxtrott (Hallo!) ... Rollen Sie weiter zum Rollhalt Charly Piste Zwo Zwo und melden Sie Abflugbereitschaft!"
Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rolle zum Rollhalt Charly Piste Zwo Zwo und werde Abflugbereitschaft melden!"
(Checks)
Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... am Rollhalt Charly Piste Zwo Zwo, bin abflugbereit!"
Turm: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rollen Sie zum Abflugpunkt Piste Zwo Zwo!"
Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rolle zum Abflugpunkt Piste Zwo Zwo."
Turm: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Der Wind 180 Grad mit sechs Knoten ... Start frei für Abflug, wie beantragt, auf Piste Zwo Zwo. Beachten Sie entgegenkommenden Verkehr drei Meilen westlich des Flughafens in Eintausendfünfhundert Fuss."
Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Frei zum Start Piste Zwo Zwo ... Verkehr in Sicht!"
Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Habe Position Wiskey in Eintausendachthundert Fuss... Erbitte Verlassen der Frequenz."
Turm. "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Verlassen der Frequenz genehmigt. (Guten Flug, tschüss!)"
Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Frei zum Verlassen der Frequenz. (Danke, tschüss!)"
Das wäre ein Beispiel für einen kontrollierten VFR-Abflug nach Standardverfahren vom Flughafen Dresden. Die Sprechgruppen des Flugfunks sind festgeschrieben. Sie sollen auf die entsprechende Situation, das entsprechende Verfahren angewandt werden. Während der Privatpilotenausbildung wird der Sprechfunk geübt, bis die gängigen Verfahren sitzen und das Zurücklesen der ATC-Anweisungen klappt. Der Flugschüler kann / soll / muss mit seinem Fluglehrer das Sprechen trainieren. Die Regelungen rund um das BZF II, das BZF I und das AZF einschliesslich des Telekommunikationsgesetzes werden in den Schulungsunterlagen behandelt. Das Multiple-Choice-Quiz als Fragenkatalog auf CD-ROM dient zur Prüfungsvorbereitung.

Als Hilfe für Praxis, als Gedächtnisstütze oder auch für interessierte Freunde der Flugsimulation bietet der jährlich erscheinende Flieger-Taschenkalender des Deutschen Aero Clubs e.V. alle gängigen Sprechgruppen (BZF II und BZF I) in Deutsch und Englisch.

Ach ja, die Cessna 172 mit Kennung D-ECTF ist frei erfunden! Mögliche Übereinstimmungen sind nicht beabsichtigt.

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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Von wann sind denn diese Beispiele? Klingen ja zum Teil sehr komisch und NICHT realistisch!

Mike

Frank Kerkau hat gesagt…

Das sind Beispiele für Sprechgruppen aus einem VFR-Abflug ohne Flugplan von Dresden (kontrollierter Platz), wie sie aktuell gelehrt und gebraucht werden. Siehe BZF II-Schulung auf PPL-A Trainings-CD oder Beispiele im Flieger-Taschenkalender (Aeroclub). Jeder ATC wird das bestätigen. Was soll daran komisch sein? Irgendwie muss ja der Lotse (Apron / Tower) erfahren, wo man sich befindet und was man will. IFR und / oder Flugplan ist kürzer. Flugplan ist innerhalb Deutschlands am Tage nicht zwingend. Ja natürlich, wenn Deutsch gesprochen wird, dann sind auch die deutschen Begriffe anzuwenden. Daher Tower = Turm.

Anonym hat gesagt…

Die Sprechfunkbeispiele sind (leider) sehr schlecht und als Beispiel daher nicht gut geeignet. Es sind zuviele völlig unnötige "Füllwörter" enthalten, dafür fehlen wesentliche Elemente, wie z. B. eine Freigabe zum Verlassen der Kontrollzone. Wesentliche Änderungen im Sprechfunk der letzten Jahre sind unbeachtet geblieben. Sollte mal überarbeitet werden.
Manfred Sack (Flugfunkprüfer)

Frank Kerkau hat gesagt…

Uns wurden ordentliche verständliche Sätze vermittelt und abgeprüft. Kann sein, dass es bezüglich Flugfunk von Bundesland zu Bundesland verschiedene Ansichten gibt. Die Freigabe zum Verlassen der Kontrollzone ist mit Genehmigung der Ausflugstrecke hier schon erteilt, auch die Rechtskurve nach dem Start.

Konkrete Korrekturen mit Quelle wären sicher nützlich. Mit "Die Sprechfunkbeispiele sind (leider) sehr schlecht..." kann ich nichts anfangen. :-)

macs hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
macs hat gesagt…

Hallo Frank!

Also 2009 kann ich "Anonym" zustimmen. Es sind viel zu viele Füllwörter enthalten. Kann sein, dass das zwischen 2007 und 2009 geändert wurde. Habe Ende 2009 gelernt u. mache nun im Januar 2010 meine BZF II Prüfung.

Nachfolgend meine Kommentare, wo ich zu viele Füllwörter sehen:

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Im Beispiel von Dir bestätigt der Pilot die neue Frequenz mit
"Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rufe Dresden Turm auf Eins Zwo Zwo Komma Neun Zwo."

Man wiederholt aber nur die Frequenz:
"Delta ... Tango ... Foxtrott ... Eins Zwo Zwo Komma Neun Zwo."
-------------------

Anweisungen zur "Meldung" haben keinen Einfluss auf die Bewegungslenkung, sind kein QNH-Wert oder ähnliches und werden deshalb nicht wiederholt, sondern mit "WILCO" bestätigt:

Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rolle zum Rollhalt Charly Piste Zwo Zwo und werde Abflugbereitschaft melden!"

Besser:
"Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rolle zum Rollhalt Charly Piste Zwo Zwo. WILCO"
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Bei folgendem lässt man die Wärter "am" u. "bin" weg:

Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... am Rollhalt Charly Piste Zwo Zwo, bin abflugbereit!"

-->

Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Rollhalt Charly Piste Zwo Zwo, abflugbereit!"
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"Start frei für Abflug" bestätigt man nicht mit "Frei zum Start", sondern mit "Start frei"
-------------------

Man sagt nicht "Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Habe Position Wiskey in Eintausendachthundert Fuss...",

sondern einfach nur:

"Pilot: "Delta ... Tango ... Foxtrott ... Wiskey in Eintausendachthundert Fuss...".

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-------------------

Das sind meine Kommentare u. Verbesserungsvorschläge, wie ich es letzten Monat von 2 Fluglotsen, die von 2 komplett verschiedenen internationalen Flugplätzen kommen, gelernt habe.

Gruß, Markus

Anonym hat gesagt…

Wieder mal dümmliches Fachgesimpel über irrelevante Kleinigkeiten .... fliegt doch einfach mal und dann werdet Ihr feststellen, daß kein Controller den Funk nach Lehrbuch macht und im Übrigen auch kein Prüfer.... und da ist es völlig egal, ob man "bin abflugbereit!" oder "abflugbereit!". Aber wie immer in der Fliegerei.... jeder weiß es besser.... und vor allen die Herren Piloten, die fast nie fliegen und mit Mühe und Not ihre Pflichtstunden zusammen bekommen.

Also..... weniger wichtig tun - mehr fliegen!

Anonym hat gesagt…

So isses, dümmliches Fachgesimpel über irrelevante Kleinigkeiten. Die Sprechgruppen sind prinzipiell okay und werden auch so benutzt, und wie man's dann genau macht, bleibt einem teilweise selbst überlassen. Ich fliege regelmässig in der Kontrollzone und nenne nie den Flugzeugtyp, weil der im Tower das sowieso schon weiss. Und Flugpläne will sowieso kein VFR-Flieger aufgeben, ausser er will nach Helgoland. Also mal locker machen und auf's wesentlich achten: Dass die anderen alles mitkriegen und die Sicherheit gewährleistet ist. Für mehr ist der Funk nämlich gar nicht da.