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Montag, Juni 25, 2012

Abschuss von NATO-Jet: Syriens Spiel mit dem Feuer

Der Abschuss eines wehrlosen Schulflugzeugs des NATO-Mitglieds Türkei war unangemessen und ist für Syrien gefährlich.



Wollte die Türkei Syrien wirklich mit einem einzelnen mehr als 30 Jahre alten Oldtimer vom Typ F-4 Phantom angreifen? So zumindest sehen es Verschwörungstheoretiker im Internet.

Dabei übersehen sie, zu unerlaubten Überflügen der Territorien von Nachbarländern kommt es immer wieder auch von Deutschland aus. Aber nie würden Polen, Holland oder Frankreich unsere Flieger einfach abschießen. Sogar im Kalten Krieg ließen die Russen den Luft-Rowdy Rust ziehen, obwohl der durch seine irre "Friedensmission" das Leben unschuldiger Männer, Frauen und Kinder in Moskau gefährdete.

Abschuss war unangemessen

Fliegt ein Flugzeug in Friedenszeiten ohne Genehmigung in den Luftraum eines anderen Landes ein, so begleitet die Luftwaffe den “Eindringling” und fordert ihn mit international verständlichen Zeichen zur Landung auf oder weist ihm den Kurs aus dem verletzten Luftraum heraus. So ist es international üblich.

Warum hat sich Syrien diesmal nicht an diese Standards gehalten, wo es doch immer wieder Grenzverletzungen seitens der türkischen Luftwaffe gegeben haben soll? Weil wenige Stunden zuvor ein syrischer Kampfpilot samt seines Jets nach Jordanien desertierte? Weil dem Terrorregime von Damaskus immer mehr Truppen weglaufen und sich in die Türkei absetzen? Das alles würde zumindest die Nervosität der syrischen Streitkräfte erklären.

Syrien spielt bewusst mit dem Feuer

Inzwischen kam aber heraus, dass Syriens Flugabwehr den Eindringling als türkischen Kampfjet identifiziert hatte und vor der Feuereröffnung ebenfalls erkannt haben musste, dass der den syrischen Luftraum bereits wieder verlassen hatte. Zudem gab es zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Anzeichen, dass es sich um eine Invasion handeln könnte. Dagegen sprechen die hoffnungslos überalterte Technik des Flugzeugs, der Übungsflug, fehlende Bewaffnung und die geringe Verweildauer im syrischen Luftraum.

Syrien hat vorsätzlich gehandelt und ohne Anzeichen einer Bedrohung das Feuer auf einen NATO-Jet eröffnet. Das Assad-Regime riskiert damit eine entschlossene Reaktion unseres Militär-Bündnisses und spekuliert vermutlich auf Beistand durch Russland und China.

So fangen Kriege an!

Foto: Kampfflugzeug F-4E-2020 Phantom der türkischen Luftwaffe / Jerry Gunner / CC

Donnerstag, November 01, 2007

Überflugrechte: Lufthansa Cargo vs Russland vs Chicagoer Abkommen

Wer ist im Recht?

Wie RIA Novosti mitteilt, hätte Lufthansa Cargo einen vorläufigen und bis zum 27. Oktober 2007 befristeten Vertrag über zusätzliche Flüge über Astana, Kasachstan nach Südostasien nicht verlängert. Da nunmehr kein Vertrag mehr besteht hat Russland die Überflugrechte oder genauer die Transitrechte per 28. Oktober 2007 entzogen. Es also nur um einen abgelaufenen Vertrag. Warum Lufthansa Cargo den Vertrag bislang nicht verlängerte, ist offen. Sicher lässt sich jetzt zwischen beiden Parteien trefflich über die Bedingungen und Konditionen eines neuen Vertrags streiten. Gemäss Lufthansa Cargo gab es bislang noch keine Einigung. Also: Kein Vertrag, kein Überflug.

Was sagt das "Chicagoer Abkommen"?
Zur Erinnerung: Russland ist ein souveräner Staat. Wenn die sagen, wir wollen unsere eigenen Airlines schützen, dann können sie es tun. Die Convention on International Civil Aviation (Chicago 1944) in der neunten Fassung von 2006 sagt dazu im Aktikel 24 a):
"Aircraft on a flight to, from, or across the territory of another contracting State shall be admitted temporarily free of duty, subject to the customs regulations of the State. Fuel, lubricating oils, spare parts, regular equipment and aircraft stores on board an aircraft of a contracting State, on arrival in the territory of another contracting State and retained on board on leaving the territory of that State shall be exempt from customs duty, inspection fees or similar national or local duties and charges. This exemption shall not apply to any quantities or articles unloaded, except in accordance with the customs regulations of the State, which may require that they shall be kept under customs supervision."
Daraus lässt sich nicht herleiten, dass Rechte für kommerzielle regelmässige Transitflüge über das Territorium eines Staates zwingend frei von weiteren Gebühren als die der Flugsicherung gewährt werden müssen. Russland bewegt sich also im rechtlichen Rahmen, wenn es für Transitflüge über sein Territorium, die nicht durch das Chicagoer Abkommen gedeckt, also nicht nur vorübergehend sind, Gebühren verlangt. Wie hoch die sein müssen, ist Verhandlungssache.

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Sonntag, September 16, 2007

Verteidigungsminister Jung für Flugzeug-Abschuss

Mister "Tornado-Tiefflug" Franz Josef Jung (CDU) hat erneut bekräftigt, dass er im Zweifel Terror-Flugzeuge vom Himmel holen lassen wolle und beruft sich auf "übergesetzlichen Notstand". Alle Jahre wieder und nichts Neues. Das hatte er am 07. Juni 2006 in Brüssel auch schon erklärt. Also ich werde mich nicht mit Juristen über Naturwissenschaften und Luftfahrt-Technik unterhalten. Wann sind die nächsten Wahlen?

via SpOn

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Mittwoch, August 22, 2007

US-Airlines: Keine Rechte für Passagiere?

Zwischen US-Fluggesellschaften und Politik läuft es wie geschmiert

Nach diesem Bericht wurde am 29. Juli der Flug 1669Y der Continental Airlines von Venezuela mit Ziel Newark nach Baltimore umgeleitet und die Passagiere vier Stunden auf dem Rollfeld im Flugzeug festgehalten. Nach massiven Protesten wurden 70 Fluggäste durch Polizei mit Hunden wie Kriminelle in den Transit-Bereich des Flughafens verbracht. Die Liste solcher berüchtigten Flüge, auf denen Passagiere bis zu 11 Stunden an Bord von Flugzeugen gestrandet waren, soll zunehmend länger werden.

Bislang blieben Versuche der US-Politik, die Zeit des Aufenthalts an Bord bei Verspätungen im Flugplan zu reduzieren oder ihre Airlines gar zu einem besseren Service zu zwingen, relativ halbherzig und erfolglos. Kein Wunder! In den Jahren 2005 und 2006 sollen von Angestellten aus neun grossen Fluggesellschaften sowie der Air Transport Association (ATA) 2,4 Millionen US-Dollar an das Weisse Haus, an Parteien sowie den US-Senat geflossen sein:

AMR Corp.: $563,000
Continental: $346,000
Southwest: $319,000
Northwest: $292,000
UAL Corp.: $276,000
Delta: $188,000
Air Transport Assoc.: $168,000
US Airways: $147,000
Alaska Air: $88,000
JetBlue: $53,000

(Quelle: Center for Responsive Politics basierend auf dem Bericht der Federal Election Commission vom 19. Februar 2007)

Zudem hätte die ATA und acht wichtige Airlines im letzten Jahr 15 Millionen US-Dollar an Interessenvertreter in der Politik gezahlt. Auf den Gehaltslisten von Industrie und mehreren ausländischen Fluggesellschaften stünden derzeit 264 Lobbyisten.

Na schön! Die Luftfahrt-Fundamentalisten betrachten diesen Artikel als Angriff auf ihre Person. Erst ist der Überbringer der Nachricht schuld, dann natürlich sind es die Empfänger der Zahlungen. Das Handeln der lieben Fluggesellschaften, welche ihren Fluggästen bei solchen mehrstündigen Aufenthalten auf den Rollfeldern dieser Welt, weder Wasser noch Verpflegung noch Bewegung gestatten und zudem noch die Gesetzgeber bestechen, scheint unstrittig. Das Argument, die ATC-Systeme seien schuld, weil sie völlig überlastet sind, lass ich ebenfalls nicht gelten. Erstens gibt es Slots mit Zeitvorgaben und zweitens hat der Pilot einen Mund, diese zu erfragen. Als nächstes wäre die ehrliche Informationspolitik gegenüber seinen Kunden angemessen und nicht zuletzt der Umgang mit ihnen als die eigentlichen Gehaltszahler überhaupt. Deboarding und erneutes Boarding dauert halt auch seine Zeit und macht Arbeit. Diese Vorfälle sind bestätigt, Profitgier nichts neues und "Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing." alt bekannt. A bissle enttäuschendes Thema aber so sind die Menschen halt. Das komische ist, dass mir bislang nur seitens der US-Airlines solche Vorkommnisse bekannt sind. Beispiele europäischer oder asiatischer Fluggesellschaften wären interessant.

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Donnerstag, Juli 05, 2007

Tornado-Flüge: Wem untersteht die Luftwaffe?

Wie die Zeit herausfand, wusste Verteidigungsminister Jung nichts von einigen Tornado-Flügen rund um den G8-Gipfel. Zwei Einsätze der Luftwaffe mit je zwei Aufklärungs-Tornados waren genehmigt. Auf die anderen Flüge hatten sich Polizei und Luftwaffe unter strengster Geheimhaltung in Eigenregie verständigt. Jung habe zwar angewiesen:
"Das Nähere regeln die Behörden untereinander.",
das bezieht sich jedoch ganz klar auf die genehmigten Flüge. Wie man daraus einen Freibrief für einen Luftwaffeneinsatz mit mehr als Dutzend Kampfjets herleiten kann, ist mir rätselhaft. Zudem war der Flugauftrag auf das Fotografieren der Bodenbeschaffenheit eingeschränkt. Das Einschüchtern der Bevölkerung durch Über- und Tiefflüge teilweise sogar unterhalb der zulässigen Mindesthöhe war zu keinem Zeitpunkt der Auftrag. Dennoch haben Verteidigungs- und Innenminister die volle Verantwortung über ihre Truppenteile. Sie haben sicherzustellen, dass sich ihre Untergebenen an Gesetze, Befehle und Weisungen halten. Die Schuld auf mittlere und untere Dienstränge abzuwälzen, ist falsch.

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Mittwoch, Juli 04, 2007

Tornados, Phantoms und Eurofighter über G8-Gipfel

Auf dem G8-Gipfel demonstrierte die deutsche Luftwaffe ihre Luftüberlegenheit gegenüber der Bevölkerung. Zwei Aufklärungs-Tornados, acht Phantom-Kampfjets und vier Eurofighter "Typhoon" waren im Einsatz. Insgesamt 14 Kampfflugzeuge absolvierten zwischen dem 03. Mai und 05. Juni dieses Jahres dabei rund 23 Flugstunden, meldet der Stern.

Wenn Polizei und Militärs an der langen Leine geführt werden, dann entwickeln sie ein gefährliches Eigenleben. Nachdem die Politik sich pauschal über einen Einsatz der Luftwaffe einigte und sich dabei über das Grundgesetz hinwegsetzte, erfolgte Einsatzplanung und Koordination zwischen Polizei und Militär (Sagt mal! Für Euch gilt der Artikel 35 Abs. 1 wohl nicht?). Dass dabei das Beste gerade gut genug war, klingt zwar logisch. Bislang war ich jedoch vom Verantwortungsbewusstsein der Bundeswehr und speziell der Luftwaffe überzeugt. Aber das, was jetzt scheibchenweise ans Tageslicht gelangt, verdeutlicht nicht nur die drohende Gefahr für die Bevölkerung nach einer Verfassungsänderung zu Gunsten des Bundeswehreinsatzes im Innern, sondern erschüttert zutiefst das Vertrauen in die Regierung und deren Kontrollorgane. Hier stellt sich erneut die Frage, ob die Verantwortlichen auf allen zivilen und militärischen Ebenen in ihren Positionen nicht überfordert sind.

Da nützt auch eine verbale Entschuldigung der Bundesregierung für die Gefährdung bei den Demonstranten eher wenig. Was passiert ist, ist passiert. Nun lernt und seht zu, dass es keine Wiederholung gibt!

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Dienstag, Juni 26, 2007

Elite-Beruf: Deutscher Luft- und Raumfahrt-Ingenieur startet Ariane 5

In der Schule hatte Dirk Müller nicht einmal gute Noten. Trotzdem schickten ihn seine Eltern auf das Gymnasium und in Mathematik- sowie Physik-Leistungskurse. Seine Bewerbung zum Berufspiloten nach dem Abitur lehnte die Lufthansa ab. Pech, wirklich Pech für Lufthansa. Dirk entschied sich für das Studium Luft- und Raumfahrttechnik an der Uni Stuttgart, um so den Bogen ins Cockpit zu schaffen. Nach der Spezialisierung auf Raumfahrtsysteme und Strömungstechnik ging alles schnell. Ein Jahr Forschung in Australien, dann der erste Job bei EADS / Astrium inklusive Mitverantwortung für die Oberstufe der Ariane 5 und danach ging's ab nach Paris zu Ariane Space. Alles noch ohne Französisch aber mit perfektem Englisch. Heute jettet Dirk zwischen Paris, Toulouse, Bremen und Kourou hin und her, bereitet die Starts von Europas grösster Trägerrakete vor und schiesst Satelliten ins All, mindestens dreimal im Jahr. (zur kompletten Story)

So! Und jetzt erzähle mir mal ein Schulabgänger, dass irgendein fünfjähriger BWL-Lehrgang wesentlich interessanter wäre.

Seit Monaten jammern Industrie, Universitäten und Medien, dass es in Deutschland keinen Nachwuchs an Ingenieuren gibt und dass die Wertschöpfung in Deutschland zusammenbrechen könnte. Frontal21 wusste heute zu berichten, dass an deutschen Universitäten zu Lasten des Steuerzahlers Auslandsstudenten ausgebildet werden, die nach Abschluss in ihre Heimatländer abgeschoben werden, weil das Gesetz für ausländische Absolventen ein Einstiegs-Gehalt von 85.000 Euro fordert.

Kann es sein, dass es die Industrie einerseits nicht schafft, den Ingenieur als den Elite-Beruf der Jugend näher zu bringen und andererseits die Politik schläft? Und wenn schon der Deutschen Jugend, die nicht einmal das kleine Einmaleins beherrscht (TV-Report), Naturwissenschaften wie Physik oder Mathe zu schwer sind, dann sollen doch wenigstens die Ausländer den Ingenieurs-Standort Deutschland stärken!

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Mittwoch, Juni 13, 2007

Tornado-Kampfjets schützten G-8-Privat-Party

Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass im Mai und Juni 2007 Kampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe im Rahmen des G-8-Gipfels zur Aufklärung von Veränderungen der Bodenbeschaffenheit und Manipulation von wichtigen Strassenabschnitten in verschiedenen Geländestreifen rund um Heiligendamm durch Vergleich von Bildmaterial eingesetzt wurden. Dies erfolgte auf Antrag des Organisationsstabes G8-Gipfel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Wie aus Beschwerden der Bevölkerung hervorgeht, wurde dabei auch das Protestcamp Reddelich im Tiefflug in der minimal zulässigen Höhe von 150 Metern überflogen. Das Innenministerium beruft sich auf Artikel 35 des Grundgesetzes und spricht von technischer Amtshilfe durch die Bundeswehr.

Ich bin entsetzt! Nicht etwa, weil ich dem Vorwand der öffentlichen Sicherheit durch militärische Tiefflügen zum Schutze von Privatpartys der Mächtigen dieser Welt gegen das Demonstrationsrecht die Glaubwürdigkeit abspreche. Oder weil ich den tiefen Überflug von grossen Menschenansammlungen durch Kampfjets für gefährlich und verantwortungslos halte. Ich erinnere an den 28. August 1988 in Ramstein. Auch nicht, wegen der unnütz hohen Kosten für den Steuerzahler. Polizeihubschrauber hätten es sicher auch getan.

Nein, ich hätte nur gerne die Gelegenheit genutzt, die von höchster Stelle verordnete Air Show mit der Kamera zu verfolgen. Also das nächste Mal bitte etwas mehr Transparenz im Vorfeld!

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Freitag, Juni 08, 2007

Wieviel Satelliten-Navigation braucht der Mensch?

Strebt jetzt jede Raumfahrtnation nach eigener Satelliten-Navigation, oder was?

Das US-amerikanische Global Positioning System (GPS) wurde von US-Militärs als NAVSTAR GPS entwickelt und freundlicher Weise mit einer Genauigkeit von 30 Metern der zivilen Nutzung zugänglich gemacht. 32 Satelliten sorgen für sichere Standortbestimmung und Routenführung rund um den Globus. Die nächste Stufe soll einen unabhängigen zivilen Einsatz ermöglichen.

Das russische GLONASS mit ursprünglich 24 Satelliten wurde 1982 begonnen und 1996 vollendet. Nach Ausfällen bis auf nur 13 Satelliten in 2001 wurde ab 2002 mit der Erneuerung begonnen. 2008 soll die Abdeckung Russlands mit 18 und 2009 der globale Einsatz mit 24 Satelliten erreicht sein.

Das europäische Galileo basiert auf 30 Satelliten und sollte ursprünglich schon in 2008 betriebsbereit sein. Durch Finanzierungs- und Kompetenzstreitigkeiten verzögerte sich das Projekt und wird - wenn überhaupt - voraussichtlich 2012 in Betrieb gehen.

Japans Multifunction Transport Satellite System (MTSAT) befindet sich noch in der Entwicklungsphase.

Chinas "Compass" mit vier geostationären (Beidou / Grosser Wagen) und 21 umlaufenden Satelliten soll ab 2008 im Einsatz sein. Es dient neben Navigationszwecken auch zur Wetter- und Erdbeobachtung, Suche nach Ölfeldern sowie der Telekommunikation.

Das Indian Regional Navigational Satellite System (IRNSS) wurde in 2006 durch die indische Regierung genehmigt und soll ab 2013 mit einer Genauigkeit von 20 Metern das gesamte indische Territorium sowie einen Streifen von bis zu 2.000 Kilometern Breite darüber hinaus abdecken. Ob Indiens Verhandlungen mit Russland über GLONASS zur Einstellung von IRNSS führen, ist ungewiss.

Das Doppler Orbitography and Radio-positioning Integrated by Satellite (DORIS) ist eine französische Variante der Satelliten-Navigation.

Na schön! Da wären also vier globale Satelliten-Navigationssysteme und Indien, Frankreich sowie Japan basteln zusätzlich noch an ihren eigenen. Wenn man nun noch bedenkt, dass allein das heftig umstrittene Prestige-Projekt GALILEO bis zum Jahr 2030 den Steuerzahlern rund 10 Milliarden Euro kosten soll, um "Arbeitsplätze zu schaffen", dann stellt sich mir die Frage, ob der Mensch tatsächlich ein vernunftbegabtes Wesen ist. Das europäische Argument der Gefahr der "Abschaltung des GPS durch die US-Militärs" lass ich nicht gelten, denn es wird in Kürze durch GPS III ausgehebelt.

Man zeige mir die Fenster aus dehnen die Kohle hinaus geworfen wird und ich breite darunter gerne meine Arme aus!

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Donnerstag, Juni 07, 2007

Putins Angebot: RADAR-Station in Aserbaidschan für USA?

RADAR-Gigant im Dienste der NATO?

Wie Spiegel Online meldet, hat Präsident Putin im Streit um die geplante Raketenabwehr Präsident Bush vorgeschlagen, gemeinsam die RADAR-Station in Aserbaidschan zu nutzen. Bush zeigt Interesse und die USA werden das Angebot prüfen. Die Regierung von Aserbaidschan wäre einverstanden.

Dann prüfen wir mal. Russland würde damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen behält Russland die Kontrolle über den Einsatz, was seiner Sicherheit dient. Zum anderen käme eine Vermarktung den russischen und aserbaidschanischen Haushalten zu Gute.

Die RADAR-Station befindet sich im Raum Gabala (Qabala), rund 300 Kilometer westlich von Baku. 1984 gebaut, gehört sie heute Aserbaidschan und wurde seit 2002 bis ins Jahr 2012 an Russland verleast. Die Station hat eine Reichweite von 6.000 Kilometern bei einer maximalen Sendeleistung von 350 Megawatt. Damit deckt sie den Mittleren und Fernen Osten bis Australien sowie Teile Afrikas und des Atlantik ab. Mit diesem Frühwarnradar, welches bis heute seines Gleichen sucht, lassen sich bei hoher Genauigkeit ballistische Raketen und andere Flugkörper verfolgen. Das Gabala-RADAR spielt in der russischen südlichen Luftaufklärung eine Schlüsselrolle. Es überwacht Geschwindigkeit, Grösse des Gefechtskopfes, Start-Region, Flugbahn und Ziel von Flugkörpern. Die Informationen werden automatisch direkt an das Verteidigungsministerium in Moskau und an den russischen Präsidenten persönlich geliefert. Das Service-Personal der Station soll eine Stärke von 1.400 Mann haben.

Die russische RADAR-Technik gilt als effizient, im Kampf erprobt und sehr zuverlässig.

Der Vorteil der USA liegt auf der Hand. Die Station in Gabala existiert. Kosten für Neubau entfielen. Eine Übereinkunft beider Grossmächte würde Vertrauen schaffen. Aufgrund des strategischen Standortes nahe der iranischen Grenze erhöhte sich die Vorwarnzeit zu Gunsten USA und NATO erheblich.

Die RADAR-Station steht aber auch heftig in der Kritik von Umweltschützern. Aufgrund ihrer hohen Sendeleistung wurde die Umwelt erheblich geschädigt. Tausende von Bäumen trockneten durch die Strahlung aus und der Kühlwasserverbrauch von 300 bis 400 Kubikmetern pro Stunde schädigt Grundwasser und umliegende Flüsse. Die Verschmutzung wirkt sich auch negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung aus, wie Studien im Auftrag der aserbaidschanischen Regierung ergaben.

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Montag, Juni 04, 2007

Russland und seine Raketentests

Wie können die nur!

Russland ist zurück auf der Weltbühne und keiner will es wahr haben, nicht die Medien und nicht die Politik. Während Präsident Putin sein Land aus der Krise führte, hatten USA und Verbündete nichts besseres zu tun, als aufzurüsten und an verschiedenen Teilen der Welt ihre Waffen sprechen zu lassen. Während die USA ihre Abwehr gegen sogenannte hochkinetische Flugkörper (Raketen) entwickelte, besann sich Russland auf die Vermarktung seiner Rohstoffe und ist inzwischen liquide wie nie zuvor. So liquide, dass es sich neue hochmoderne Raketen leisten kann. Die ballistische Interkontinental-Rakete (ICBM) RS-24 und die RS-500 (Iskander-M) mit kürzerer Reichtweite sollen jede Abwehr überwinden können. Jetzt schreit der Westen auf, wie können die nur! Die Medien haben sofort die Schuldigen entlarvt. Putin mit seiner endenden Amtszeit und die russischen Pseudo-Demokraten wollen dem ach so friedlichen NATO-Bündnis ans Leder. Was man dabei vergisst, heisst Kommunikation! Die neue Aufrüstungswelle wurde wieder mal im Alleingang initiiert und ohne Rücksicht auf unmittelbar Betroffene. Warum und mit welchem Recht verlangt der Westen, dass Putin sprach- und tatenlos zuschaut, wie an Russlands Grenze wortlos modernste Waffensysteme stationiert werden? Mit dem Recht des vermeindlich Stärkeren? Wenn die USA beim kleinsten Misstrauen ihre Flugzeugträger in alle Welt senden um amerikanische Interessen, sorry, um das amerikanische Volk vor Pseudeo-Bedrohungen zu schützen, warum muss Russland dann bei einer echten Verschiebung des Kräftegleichgewichts stillhalten? Und natürlich, das Signal durch die jüngsten Raketentests ist eindeutig. Akzeptiert uns, rechnet mit uns und redet mit uns! Diese Botschaft sollte Westen schnellstens verstehen und im eigenen Interesse beachten.

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Freitag, Juni 01, 2007

NASA-Chef und der Klimawandel

Michael Griffin, Chef der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA hält den weltweiten Klimawandel nicht unbedingt für Besorgnis erregend. Er meint weiter, die Ansicht, dass sich das Klima der Erde in Zukunft nicht ändern würde, sei arrogant. Ich stimme Michael Griffin grundsätzlich zu. Die Erde hatte in ihrer Vergangenheit Perioden erlebt, in denen ihr Klima wärmer und sie auch an den Polen völlig eisfrei war. Als Abwechslung gab es ebenso Eiszeiten. Dass einige NASA-Forscher und ihre Anhänger glauben, das derzeitige Klima würde auf ewig Bestand haben, ist arrogant. Ob der Klimawandel durch die Menschheit selbst erzeugt oder beschleunigt wurde? Darüber sind sich Wissenschaftler nicht einig. Nur braucht man kein Wissenschaftler zu sein, um zu erkennen, dass Schadstoffe in der Atmosphäre von Natur aus nicht zu suchen haben. Nebenbei definiere man Schadstoff! Mutter Natur hatte in Millionen von Jahren die für Menschen schädlichen Stoffe aus der Erdatmosphäre gefiltert und sie mit Hilfe der Pflanzen- und Tierwelt in den Erdschichten gelagert. Und dann kam der Mensch in seiner Ahnungslosigkeit und Arroganz und hat in Rekordzeit alles wieder ausgebuddelt, verfeuert und in die Luft gepustet. Kleiner Seitenhieb auf die Kernkraftgegner: In Eurem Wahn, Kohlekraftwerke der Kernenergie vorzuziehen, seid Ihr mitverantwortlich.

Und jetzt, nachdem das Werk fast vollbracht ist, fällt dem Menschen ein, der Klimawandel muss aufgehalten werden. Das ist der falsche Ansatz. Der Klimawandel wird sich nicht aufhalten lassen. Nicht mit dem derzeitigen Wissen. Es kann also nur darum gehen, wie der Mensch seine eigene Umgebung sauber hält. Wie er selbst verursachte Störungen vermeidet. Wie er seine Fehler korrigiert und der Natur bei der Reinigung der Atmosphäre hilft. Und nicht zuletzt, wie sich der Mensch an Veränderungen des Klimas anpasst. Es könnte ja auch mal wieder kälter werden.

Dafür - und ich gebe dem NASA-Chef erneut Recht - braucht es Erkenntnisse, die auch mit Hilfe der Luft- und Raumfahrt gewonnen werden müssen. Dafür braucht es aber auch Aufklärung der zaghaften Politik durch die Wissenschaftler.

via Stern

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Sonntag, Mai 20, 2007

Spione am Himmel - UAV-Invasion über Europa

Wie Flightglobal berichtet, planen die European Defence Agency (EDA) und die Europäische Kommission die Integration von Unmanned Aerial Vehicles (UAV) in den europäischen Luftverkehr. Das Multi-Millionen-Euro-Projekt sieht vor, ab 2011 militärische und staatliche sowie ab 2013 zivile unbemannte Drohnen in den Luftraum Europas einzuführen.

Ich könnte Euch jetzt noch mit den 30 Millionen Euro aus der EU-Kasse oder der Selbstbeweihräucherung von EU und Luft- und Raumfahrt-Herstellern mit weltweiter Führungsposition im grenzübergreifenden standardisierten Einsatz von UAVs neben dem üblichen Luftverkehr langweilen. In der Mitteilung der EDA heisst es lapidar:
"The main target of the joint agenda is to address the challenge of enabling UAVs to operate alongside conventional air traffic. This is the key to expanding the use of UAVs beyond the purely military into the security and ultimately commercial domains and to creating the scale of demand around which European industry can unite."
Das ist aber nicht wichtig. Wichtig erscheint mir, dass EU und Industrie-Lobby sich über Einsatzzweck der militärischen, staatlichen und zivilen Spione am Himmel Europas und deren Nutzen für den Steuerzahler ausschweigen. Und das gefällt mir nicht!

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Donnerstag, April 05, 2007

Flugzeuge - Die Klima-Teufel am Himmel?

Der Luftverkehr verursacht weltweit drei Prozent der Klimabelastung. Das gibt sogar Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber zu. Womit sich sofort die Frage stellt:"Wer sind die anderen 97 Prozent der Schmutzfinken?"

Militante Umweltschützer machen dann so komische Rechnungen auf und lassen vier Personen im Kleinwagen bei sechs Litern Verbrauch pro 100 Kilometern eine Strecke von 3.500 Kilometern zurücklegen. Ein Jammer! Bau des Fahrzeugs, der Strassen und Autobahnen, auch deren Wartung bleiben natürlich aussen vor. Ob der kleine Wagen mit vier Insassen und zusätzlich noch voll beladen mit den üblichen 20 Kilogramm Gepäck pro Person auch wirklich nur sechs Liter verbraucht, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben, auch auf welchen Strassen diese Umweltschoner unterwegs sein sollen. Ich sehe immer einen, maximal zwei Reisende in Limousinen, die ganz sicher nicht unter acht Litern im Verbrauch liegen.

Die Eisenbahn präsentiert sich als der Saubermann schlechthin. Auch hier transportiert man nur und baut nicht, wartet nicht und Infrastruktur gibt es auch nicht. Btw., die Herstellung von Stahl ist eines der energieintensivsten Produktionsverfahren. Was die Bauern zu den Toilettenpapierfetzen auf ihren Feldern sagen, interessiert nicht. Ach ja! Der Strom kommt sowieso nur von Wind - und Wasserkraftwerken. Nachvollziehbar? Meine Frage:"Wenn die so effizient mit Energie umgehen, wieso sind die dann derart teuer?"

Betrachten die Umweltmilitärs das Flugzeug, dann wird sofort die tatsächliche Belastung verdreifacht. Weil das Flugzeug fliegt und auch noch hoch. Ob die These der stärkeren Auswirkungen von Schadstoffen im 10.000 Metern Höhe je bewiesen wird?

Fakt ist, mit drei Kilometern Startbahn kommt man heute über 8.000 Kilometer weit, wie man seit Mayrhuber weiss. Ein modernes Flugzeug verbraucht 4,4 Liter Kerosin pro Person auf 100 Kilometer. Und die viel zitierte Lärmbelästigung? Nun, wenn mich am Knotenpunkt Dresden fünf Flugzeuge in 10 Kilometern Höhe gleichzeitig überfliegen, höre ich den ohrenbetäubenden Lärm der Vögel und Insekten. Btw., welcher vernünftige Mensch baut eigentlich sein Häuschen in die Einflugschneise, wenn er nicht gerade Spotter ist?

Das grösste Übel sind jedoch die Billig-Airlines. Weil mit denen nun wirklich jeder übers Wochenende mal schnell zum Shoppen jetten kann. Ähm, was können die Airlines dafür, dass es dafür einen Markt gibt, die Bahn zu teuer ist, ewig braucht und der Stau auf der Autobahn nutzlos die Umwelt belastet?

Jetzt fordert die Politik eine Abgabe auf Flugtickets. Das Geld soll in Klimaschutzmassnahmen in Deutschland oder in Entwicklungsländern investiert werden. Hätte ich eine bessere Idee. Mit diesem Geld wird die Entwicklung alternativer sauberer Flugantriebe gefördert. Damit wären unsinnige Quersubventionen ausgeschlossen, das Geld würde nicht, wie sonst, irgendwo versickern und der Technologiestandort Deutschland würde gestärkt.

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Donnerstag, März 22, 2007

Luftverkehrsabkommen EU - USA

Gemäss der ersten Stufe des Luftverkehrsabkommens zwischen EU und USA soll künftig eine Open Aviation Area (OAA) eingerichtet werden.

Das "Community Carrier Concept" erlaubt EU-Airlines die USA von jedem beliebigen Punkt Europas aus anzufliegen.

Des Weiteren wurden alle Einschränkungen auf internationalen Flugrouten zwischen USA und EU aufgehoben. Die EU-Länder, die bislang kein Abkommen mit den USA hatten, profitieren davon.

Die meisten Preisbeschränkungen fallen weg, was hoffentlich die Ticket-Preise senken wird.

Aufhebung aller Einschränkungen des 7th freedom flights for all-cargo services für EU-Arlines, jedoch nicht für US-Airlines.

Unbegrenztes Codes Sharing (Anschlussflug unter der selben Flugnummer) zwischen EU, USA und Dritten.

Entgegen dem FAA-Verbot dürfen nun EU-Airlines ihre Flugzeuge US-Fluggesellschaften für Flüge zwischen USA und Dritt-Ländern überlassen.

Jedoch dürfen US-Airlines Verbindungen innerhalb Europas anbieten, EU-Airlines aber keine innerhalb der USA. Da geht noch was!

Die EU behält sich jedoch vor, US-Fluggesellschaften ihre Zugangsrechte zum EU-Markt aufzuheben.

Die zweite Stufe des Vertrags soll 60 Tage nach Inkrafttreten des aktuellen Abkommens verhandelt werden. Der Start der Stufe II ist für 2010 vorgesehen.

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Donnerstag, Februar 22, 2007

Video: Cluster Bomb CBU-87 - Verbot in Oslo?

Streubomben werden gerne sowohl gegen gepanzerte als auch gegen sogenannte Weichziele (Fachjargon) auf grösseren Flächen eingesetzt. Die Bombe verstreut über der Erde kleine Kapseln, die dann explodieren und die meiste Deckung nutzlos machen. Bis zu 30 Prozent der sogenannten Bomblets explodieren nicht und treffen im Nachhinein als Blindgänger Unschuldige, vor allem Kinder. Derzeit beraten 48 Staaten über ein Verbot von Streumunition. Ähm, wieso muss man eigentlich über solch ein Verbot beraten? Wie ekelig das Zeug ist, das auch per Artillerie oder Marschflugkörper verschossen werden kann, zeigt nicht nur das Bild zu diesem Artikel sondern auch dieses Video:



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Dienstag, Februar 20, 2007

Airbus vor dem Aus?

Zur Ergänzung: Ein sehr lesenswerter Artikel, eine Zusammenfassung über die Geschichte und deren Auswirkungen auf die aktuelle Situation bei EADS und Airbus in der Berliner Morgenpost. Ja, Tacheles und taff auf den Punkt:
"Vielleicht muss die Krise erst noch schlimmer werden, bevor Airbus gerettet werden kann."
und die französische Zeitschrift LeMonde dazu:
"Für Airbus besteht das Risiko, durch diese nationalistische Schlacht aus einem anderen Zeitalter zu sterben."
Ich sag da jetzt nichts dazu. Das regt mich nur zu sehr auf!

Update - 22.02.2007:
Wieso manche Zeitungsartikel solch ein Eigenleben führen, ist mir rätselhaft. Nevertheless, da isser wieder. Der obige Link bleibt stehen, als Indiz sozusagen. Mir deucht, dort fehlt jetzt der scharfe Verweis auf die politisch-historische Entwicklung des Flugzeugbaus in Frankreich und Deutschland nach Kriegsende mit seinen mentalen Auswirkungen auf unsere beiden Völker, ähm, Politiker. Auch glaube ich, vorher etwas vom Abwandern des deutschen Verbundwerkstoff-Know-Hows nach Frankreich im Falle von "Power 8" gelesen zu haben. Die Berliner Morgenpost kann's ja mal dementieren.

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Airbus: 10.000 Jobs in Gefahr?

Das zumindest behauptet der Spiegel mit Hinweis auf den französischen Premier Dominique de Villepin und die Politik heult auf. Zur Erinnerung, vor genau einem Jahr jammerte Airbus, dass man in Deutschland keine Ingenieure fände. Hm, putzig! Aber erst mal egal, weil sich inzwischen ja einiges offenbarte, was im Februar 2006 noch im Dunkeln lag.

Zur Politik jedoch, die da jetzt nicht müde wird, mit der Diskussion um Standorte und Jobs vom eigentlichen Thema abzulenken, nämlich der Sicherung des Unternehmens, woran auch wieder Arbeitsplätze und Standorte hängen, sei gesagt, erst dem Patienten die Hände binden und dann lautstark verlangen, dass dieser effizient Flugzeuge baut. Das ist doch doch wohl ein Witz.

Und richtig, Boeing ist effizient und marktführend, weil sich dort kein Politiker in seiner betriebswirtschaftlichen Beschränktheit einmischt. Dass die Guys in Everett zudem auch noch die technische Entwicklung nicht verschlafen haben und sich besser auf die Anforderungen des Marktes einstellten, ist der Bonus schlechthin. Aber das nur am Rande.

Dass Airbus 10.000 Stellen einfach streichen will glaube ich derzeit nicht. Die Jungs liegen beim A380, A400M und A350 weit hinter ihren Lieferplänen zurück. Die müssen klotzen. M.E. geht es um die Neustrukturierung des Unternehmens, um mit dem gegebenen Potenzial die Kundenwünsche zu erfüllen. Standorte umverteilen heisst noch lange nicht Stellen streichen. Natürlich, wer als Mitarbeiter erwartet, dass seine Arbeit, wie in den letzten Jahren zu ihm kommt, wird falsch liegen. Wer jedoch in Sprache und Standort mobil ist wird gewinnen. Darum geht's, denke ich. Das politische Geschrei halte ich für Profilierungssucht. Politiker können nur bremsen, helfen tun sie selten. Mir fällt ad hoc jedenfalls kein Beispiel ein, wo ein politischer Eingriff ein Unternehmen gerettet hätte.

Und noch was. Besteht bei Airbus mal die Möglichkeit, einfach auf den Tisch zu legen, was getan werden muss, um danach vielleicht zu diskutieren, ob es überhaupt sinnvoll ist, sich über Standorte und Jobs streiten zu müssen? "Power 8" ist noch nicht offiziell, aber alle reden mit. Na ja, ich auch!

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Montag, Februar 19, 2007

EADS / Airbus - Ich schweig jetzt stille!

Erst gestern hatte ich meine Bedenken zu einem Einstieg bei EADS geäussert. Just heute meldet tagesschau.de, dass EADS ihr Airbus-Sanierungsprogramm "Power 8" verschiebt:
"Der Mutterkonzern EADS unterbrach überraschend seine Beratungen und verschob die mit Spannung erwartete Bekanntgabe des Sparprogramms "Power8"."
Der Grund?
"Der Streit der Airbus-Länder über die künftige Arbeitsaufteilung bei der Flugzeugproduktion..."
Das ist nicht mehr witzig. Vor diesem Hintergrund sollte Goldman Sachs seine Einstufung der EADS-Aktie nochmal überdenken. Immerhin generiert Airbus über 60 Prozent des Konzern-Umsatzes.

Hätt ich doch nur nichts gesagt!

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Freitag, Februar 09, 2007

USA und Russland: Kalter Krieg Season II

Die USA will nun endlich zum Schutze vor Interkontinentalraketen ihr "Star Wars"-Programm aus den 80igern in Europa installieren und dazu in Tschechien eine Radaranlage und in Polen Abfangraketen stationieren. Russland ist sauer und Verteidigungsminister Sergej Iwanow droht:"Das zwingt uns zu Gegenmaßnahmen". US-Senator John McCain hält dagegen und bezichtigt Russland, es würde Energie als Waffe einsetzen und übe auf seine Nachbarstaaten einen "ungesunden und imperialistischen Einfluss aus". Iwanow, ähm, Moskau will darauf hin sein Verhältnis zur NATO überdenken. Mehr dazu hier und hier.

Was regt Ihr Euch denn auf? Wenn jeder rüstet, wie der Teufel, haben alle Brot und Arbeit und leben glücklich bis an ihr Ende.

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