Dienstag, Oktober 02, 2007

Teure CO2-Offset-Programme helfen der Luftfahrt nicht!

Es kann nicht sein, das die Luftfahrt grundsätzlich das ökologische Wirtschaftswachstum Dritter finanziert und dabei selbst auf der Strecke bleibt. Genau das passiert jedoch, wenn nach Suggestion eines schlechten Gewissens durch Umwelt-Fanatiker mit derzeit noch freiwilligen aber schon überteuerten CO2-Ausgleichsprogrammen die Kundengelder abgezogen und in Off-Topic-Projekte investiert werden. Diese Gelder fehlen den Luft- und Raumfahrt-Unternehmen und Fluggesellschaften in der Forschung zu Gunsten weiterer Senkung des Treibstoffverbrauchs oder alternativer sauberer Kraftstoffe, wie zum Beispiel Wasserstoff.

So bietet die Lufthansa mit dem Partner myclimate.de ein günstiges CO2-Ausgleichsprogramm, nutzte aber einen Teil ihrer Einnahmen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs ihrer Flotte um 30 Prozent gegenüber 1991. Die Airline schafft es zudem jedes Jahr, die Hälfte ihres Transportwachstums ohne zusätzliche CO2-Emissionen zu realisieren. Des Weiteren engagiert sich Lufthansa bei der Einführung eines einheitlichen europäischen Luftraumes, dem "Single European Sky", der die Emissionen des europäischen Luftverkehrs um bis zu 12 Prozent senken wird. Nachdem die Airline über 14 Milliarden Euro in mehr als 170 neue treibstoffeffiziente Flugzeuge investierte, wurde sie für das Jahr 2007/2008 erneut in den weltweit anerkannten Dow Jones Sustainability World Index aufgenommen. Meines Erachtens kann nur so ein Schuh draus werden.

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1 Kommentar:

Markus.Riedel hat gesagt…

Ja richtig, nur so kann es gehen.

Noch ein paar interessante Fakten:
Im Dow Jones Sustainability World Index (DJSI) sind insgesamt "nur" 18 Airlines weltweit vertreten, davon 6 aus Europa, 6 aus den USA, 1 aus Kanada, 1 aus Brasilien, 1 aus Australien und 3 aus Asien.

6 der 18 Airlines gehören der Star Alliance(LH) an, 1 (TAM) wird wohl bald dazukommen.
5 gehören zu oneworld (BA), 2 zum Skyteam (AirFrance-KLM).
4 "Billig"-Arilines sind ebenfalls vertreten.