Dienstag, August 29, 2006

Airbus A380: Testflug ganz normal abgebrochen


Ein Testflug des Airbus A380 von Toulouse, Frankreich nach Tozeur-Nefter, Tunesien wurde nach wenigen Minuten wegen widersprüchlicher Fahrwerksanzeige im Cockpit abgebrochen. Die Maschine musste umkehren. Gemäss EADS-Einstufung ist dies ein sogenanntes "Nicht-Ereignis". Der Flug wird nachgeholt.

Ein "Nicht-Ereignis", ein "normaler Vorgang" und ein "nachrangiger Vorfall" also, wie wiwo zu berichten weiss. Weshalb entschied sich der Testpilot trotzdem zur Umkehr?

Das wahrscheinlichste Szenario könnte sein, dass nach dem Start eine der Fahrwerksanzeigen signalisierte: "Fahrwerk eingefahren und verriegelt" und die andere "Fahrwerk ausgefahren und verriegelt". Im Cockpit sieht der Pilot den wahren Status des Fahrwerks nicht und muss sich auf die Anzeigen verlassen können. Dass ein eingefahrenes oder ausgefahrenes Fahrwerk nicht dasselbe ist, wissen wir seit dem Hapag-Lloyd-Flug HF 3378, als ein Airbus A310 auf dem Flughafen Wien Schwechat notlanden musste. Ein nicht eingefahrenes Fahrwerk hatte damals durch seinen Luftwiderstand den Kraftstoffverbrauch so erhöht, dass sich die Maschine schon nach drei Viertel der Strecke in einen Segelflieger verwandelte. Der Testpilot des A380 hat meines Erachtens hier umsichtig gehandelt und die Kette der Ereignisse, die üblicherweise zu einem Flugunfall führen würde, nach dem ersten Glied rechtzeitig unterbrochen. Ob dieses "Nicht-Ereignis" dann noch ein "normaler Vorgang" ist? ;)

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