Freitag, Februar 09, 2007

USA und Russland: Kalter Krieg Season II

Die USA will nun endlich zum Schutze vor Interkontinentalraketen ihr "Star Wars"-Programm aus den 80igern in Europa installieren und dazu in Tschechien eine Radaranlage und in Polen Abfangraketen stationieren. Russland ist sauer und Verteidigungsminister Sergej Iwanow droht:"Das zwingt uns zu Gegenmaßnahmen". US-Senator John McCain hält dagegen und bezichtigt Russland, es würde Energie als Waffe einsetzen und übe auf seine Nachbarstaaten einen "ungesunden und imperialistischen Einfluss aus". Iwanow, ähm, Moskau will darauf hin sein Verhältnis zur NATO überdenken. Mehr dazu hier und hier.

Was regt Ihr Euch denn auf? Wenn jeder rüstet, wie der Teufel, haben alle Brot und Arbeit und leben glücklich bis an ihr Ende.

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Mittwoch, Februar 07, 2007

Videos: Friendly Fire

Hm, unschöner Vorgang, würde ich sagen. In dem sinnlosesten aller Kriege durch den Beschuss von Verbündeten umzukommen, ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten. Es war vermeidbar. Ich mache jedoch den Kampfpiloten der A-10 keinen Vorwurf. Deren Betroffenheit (Transcript) nach Erkennen ihres Fehlers - wieso eigentlich "ihres Fehlers"? - spricht für sich. Auch die US-Armee mit ihrer Geheimniskrämerei trifft nicht wirklich eine Schuld. Sie hat den Auftrag durch die Bush-Administration und muss damit leben. Verluste durch Friendly Fire gab's zu allen Zeiten. Das wird sich erst ändern, wenn - und ich zitiere Robert - Krieg "hoffentlich eines Tages auf den Müllhaufen der jungen Geschichte der Menschheit" gehört. Ich bin der Meinung, bis es soweit ist, gehören die kriegstreibenden Politiker in die vorderste Linie. Soldaten sind nur die armen Teufel, die die Drecksarbeit erledigen müssen:


Bei einer anderen Friendly-Fire-Tragödie war BBC-Reporter John Simpson live dabei als ebenfalls ein US-Kampfjet diesmal eine Rakete in die eigenen Truppen lenkte.

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Dienstag, Februar 06, 2007

EADS-Gründung bislang nur auf dem Papier?

Eine interessante Zwischenbilanz zu EADS-Gründung und Zusammenführung von nationalen Luft-und Raumfahrtunternehmen in einen europäischen Konzern hat Dominik Faust gezogen. Ich denke, man hat zwar die EADS im Jahre 2000 auf dem Papier gegründet, jedoch die Töchter nicht wirklich in den Konzern integriert. Dasselbe gilt für Airbus. Die Standorte sind und blieben bislang über ganz Europa verteilt und - wie das A380-Problem beweist - funktioniert die Kommunikation innerhalb des Konzerns und dessen Töchter ebenfalls nicht, was letztlich auf den Einfluss nationaler Politik basiert. Meines Erachtens geht es dabei vorrangig um nationale Befindlichkeiten, als um wirtschaftliche Vernunft. Ich hoffe, - und kann mich da nur gerne wiederholen - das Airbus-Sanierungsprogramm "Power 8" wird dem Rechnung tragen und die Politik in die ihr gebührenden Schranken weisen. Des Weiteren bleibt noch offen, ob "Power 8", so es denn erfolgreich wäre, auch auf EADS durchschlägt. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

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Gefährliche Flugzeugannäherung am Flughafen Düsseldorf

Zur Erinnerung, das kann verdammt böse enden, wenn ein Pilot die Anweisung des Fluglotsen nicht beachtet. Wie die Deutsche Flugsicherung heute mitteilt, kam es am Flughafen Düsseldorf am frühen Morgen zu einer sogenannten "runway incursion". Wobei der Pilot einer italienischen Embraer 145 die Anweisung des Fluglotsen zum Halten zwar bestätigte, diese jedoch ignorierte und auf die Runway rollte, auf der zum selben Zeitpunkt eine Maschine von Eurowings startete. Der Avroliiner B463 überflog das italienische Flugzeug in geringer Höhe und setzte seinen Flug jedoch sicher fort. Nun beschäftigt sich die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung mit dieser schweren Störung.

mehr dazu

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Squawk 7000 - Neuer VFR-Transpondercode ab März

Aus Squawk 0021 und 0022 wird Squawk 7000

Wie die Deutsche Flugsicherung mitteilt, werden zum 15. März die Transpondercodes für Flüge nach Sichtflugregeln (VFR) geändert und im Zuge der EU-Harmonisierung angepasst. Demnach entfallen Squawk 0021 (bislang unterhalb 5000 ft MSL oder 3500 ft GND) und Squawk 0022 (bislang oberhalb 5000ft MSL oder 3500 ft GND ausser Luftraum C) und werden durch Squawk 7000 ersetzt. Der neue Transpondercode ist ebenfalls in den TMZ (Transponder Mandatory Zone) anzuwenden.

Mit dieser Vereinfachung soll gleichzeitig der grenzüberschreitende Luftverkehr erleichtert werden. Die Publizierung erfolgt ebenfalls in den ICAO-Charts und ICAO-Segelflugkarten, welche ab dem 15. März erscheinen.

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Montag, Februar 05, 2007

Boeing 747-200 - Zwei Triebwerke sind nicht genug!

Wenn es die Behörden genehmigen, dann darf auch ein "Schrotthaufen" fliegen. So geschehen im Mai 2000 als eine Boeing 747-200 - durch eine US-Airline an eine chinesische Fluggesellschaft verchartert - auf einem sogenannten "Three Engine Ferry Flight" nach New York gebracht werden sollte. Aufgrund des Ausfalls eines weiteren Triebwerkes entschied sich der Pilot zu einer Notlandung in Frankfurt. Dort wurden zwei Triebwerke gewechselt und die Maschine erhielt nach sechs Wochen durch die Behörden ihre Freigabe zur Fortsetzung der Überführung in die USA. Diese Bilder wurden von der Task Force des Luftfahrt-Bundesamtes gemacht, jedoch eigentlich nicht ins Netz gestellt, wie das LBA mitteilte.

Quelle: LBA

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Sonntag, Februar 04, 2007

Satellitenbilder: Kennedy Space Center mit Saturn V und Shuttle Explorer

Das KSC kennt jeder, den Rocket Garden mit der Saturn V auch und das Shuttle Explorer ebenso (Satellitenfoto). Wer die NASA besucht, startet von hier zu zwei möglichen Besichtigungstouren rund um den Weltraumbahnhof Cape Canaveral auf Merritt Island, Florida. Dabei geht's am Vehicle Assambly Building vorbei bis zu den Launch Pads LC-39A und LC-39B. Auch eine Vorregistrierung ist möglich, um einen Shuttle-Start hautnah zu erleben. Da es bei Starts jedoch immer wieder zu Verzögerungen durch Technik und Wetter kommt, sollte man viel (Warte-)Zeit einplanen. Mit a bissle scrollen, findet man die Satellitensicht des einen oder anderen Highlights.

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Satellitenbild: B-1 und B-52 Bomber auf Edwards Air Force Base

Die "Edwards Air Force Base" ist wohl der berühmteste US-Luftwaffenstützpunkt schlechthin und strategisch so wichtig, dass selbst über Google Maps nicht alles zu sehen ist. Nevertheless, hier ein Satellitenfoto mit B-1 und B-52 Bombern und mit a bissle scrollen, gibt's noch mehr (Hubschrauber, Kampfjets, Shelter usw.) zu entdecken.

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Satellitenbild: NORADs Cheyenne Mountain Operations Center - Colorado

Das North American Aerospace Defense Command (NORAD) ist verantwortlich für die Überwachung des nordamerikanischen Luftraumes durch USA und Kanada. Die Hauptzentrale von NORAD ist im sogenannten Cheyenne Mountain Operations Center (Satellitenfoto) in Colorado untergebracht.

Im selben "Cheyenne Mountain Complex" soll sich neben den amerikanischen Luftraum- und Weltallüberwachungszentren auch das "Stargate Command" befinden, welches durch die mehrteilige Dokumentation über die US-Air-Force-Eingreiftruppe "SG-1" weltberühmt wurde. ;)

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Streit um Airbus eskaliert - EADS-Aufträge in Gefahr

Das Airbus-Sanierungsprogramm "Power 8" wird erst am 20. Februar vorgestellt. Jedoch schon jetzt mischt die Politik (Glos & Merkel) kräftig mit und droht sogar der EADS mit Stornierung von Rüstungsaufträgen, wie Spiegel berichtet.

Na und? Die Unternehmensführung ist einzig und allein den Anteilseignern und allen Mitarbeitern verpflichtet. Wobei die Betonung auf "allen" liegt.

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Samstag, Februar 03, 2007

nachrichten.at und Kleine Zeitung.at und Militärluftfahrt

Was wir bei unseren österreichischen Kollegen dieser Tage lernten:
  1. Bei einer Notlandung waren die Insassen nicht in Lebensgefahr. Oder war's ne Sicherheitslandung?
  2. Flugplatz Klagenfurt liegt in der Einflugschneise von Sarajevo. Oder war's doch die Flugroute?
  3. Die C-160 Hercules ist die C-130 Transall mit nur zwei Triebwerken oder wie auch immer. Oder war's doch eine C-160 Transall und keine C-130 Hercules?
Nachzulesen hier und hier.

*Seufz!* Jeder schreibt mal Mist, aber muss es denne so viel auf engstem Raum und in derart kurzer Zeit sein?

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Freitag, Februar 02, 2007

Altersgrenze von 65 für Verkehrspiloten ist verfassungsgemäss

Die Erste Kammer des Zweiten Senats hat die Altersgrenze von 65 Jahren für den Einsatz von Verkehrspiloten bei gewerbsmässigen Luftfahrtunternehmen bestätigt.

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Fluglotsen bereichern sich auf Kosten der Passagiere

Airline-Verbände BARIG und BDF sind empört,

wie Fliegertarife.de berichtet. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) als Staatsmonopol reicht ihre Kosten direkt an ihre Kunden weiter. Die drei-prozentige Gehaltserhöhung plus Einmahlzahlung, welche die Fluglotsen zum 01. November 2006 mit ihrer kürzlichen Streikdrohung durchsetzten, sowie eine weitere schon beschlossene Gehaltsanhebung in Höhe von nochmal drei Prozent werden künftig direkt durch den wehrlosen Fluggast bezahlt.

Jo, während sich die Airlines gegenseitig in ihren Netto-Ticket-Preisen unterbieten, stopfen sich Flughäfen und Flugsicherung auf Kosten der Passagiere ihre Taschen voll. Und die eigentlich Betroffenen haben kaum eine Chance sich dagegen zu wehren.

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Klimawirkung des Luftverkehrs deutlich geringer

als bislang angenommen. Dies hat die neueste Studie des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) auf Basis von Forschungsergebnissen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ergeben, wie die Wissenschaftler mitteilen. Demnach würden die Forschungsergebnisse aus dem Jahr 1999 bezüglich CO2 und Stickoxiden bestätigt, jedoch der klimatische Einfluss von Kondensstreifen deutlich geringer eingeschätzt. Der Anteil des Luftverkehrs an der langfristig zu erwartenden Temperaturänderung infolge einer Störung des Klimasystems (Strahlungsantrieb) beträgt nach Schätzungen aus dem Jahr 2000 lediglich drei Prozent.

Das DLR mahnt an, bei der notwendigen Betrachtung des gesamten Verkehrssystems künftig die Komponeneten Straßen-, Bahn- und Schiffsverkehr mit den gleichen Massstäben zu bewerten, wie den Luftverkehr.

Das sehe ich genauso. Es kann nicht angehen, dass der tägliche Strassenverkehr mit seinen unnützen 10-Litern-pro-100-Personen-Kilometern-Automobilen unter Ausrede des Arbeitsweges als fixe Grösse angesehen wird, während der einmal im Jahr stattfindende Drei-Liter-Urlaubsflug ständig im Feuer der Kritik steht.

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Donnerstag, Februar 01, 2007

Airborne Laser Mine Detection System


Das Airborne Laser Mine Detection System (ALMDS) wurde durch Northrop Grumman entwickelt, an einen MH-60S Helikopter geschraubt und dient nun der U.S. Navy zur Suche von Seeminen.

Der Blue-Green-Laser soll aus der Luft Minen entdecken und klassifizieren, die dicht unter der Meeresoberfläche verankert sind oder dort treiben. Da dieses System nicht das Wasser berührt, erlaubt es grosse Flächen in sehr kurzer Zeit abzusuchen.

Nach einer Testphase der ersten beiden Low-Rate Initial Productions (LRIP) bis 2010 plant die U.S. Navy den Kauf von insgesamt 45 ALMDS zwischen jetzt und 2018.

Foto: © Northrop Grumman

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