Dienstag, Januar 31, 2006

Cessna Citation: Der Trend zu Private Jets

Citation X's Cockpit mit Komplettausstattung
Man ist sich bei Cessna Aircraft Company in Wichita, Kansas sicher, die Privatfliegerei hat Zukunft und der Privatbesitz an Flugzeugen ebenso. Gibt es doch mittlerweile in den USA - anders als im lärmempfindlichen Deutschland - ganze Wohnsiedlungen an Flughäfen und Verkehrslandeplätzen, wo vor dem Haus das eigene Flugzeug parkt und hinterm Haus das Auto.

Foto: Cessna

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Cessna Citation: Weltweiter Service inklusive Pilotenausbildung

Cessna bietet zu ihren Citation Jets - für welches Modell sich die Kundschaft auch immer entscheiden mag - einen Komplettservice durch weltweit 34 Service Center und jetzt kommts! - auch gleich die Piloten-Lizenz im Cessna-eigenen Ausbildungszentrum mit erfahrenen Fluglehrern. Bei jedem Neukauf in 2005 war der von Piloten liebevoll genannte "Schein" sozusagen inklusive. Natürlich können auch Outsider diesen Service nutzen.

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Cessna Citation: Wer kauft Business Jets?

Citation X's Bar mit Gläsern, Porzellan und Besteck
"Productivity is the reason people buy business jets, and I'm no different," bringt es ein Unternehmer und Halter einer Cessna Citation X auf den Punkt. Die schnellen Flitzer in der Luft brauchen für Start und Landung nur wenige Meter Asphalt und können so kleinere Flughäfen anfliegen. Damit kann der Geschäftsreisende - unabhängig von Linienflügen und flexibel in der Flugplanung - fast jeden Punkt auf dem Globus schnell erreichen. Hinzu kommt die Wirtschaftlichkeit in den Höhen, wo es weder Wetter noch sonstigen Luftverkehr gibt. Mit Haltergemeinschaften (Fractional Aircraft Ownership) lassen sich auch schon mal die Kosten an einem Flieger anteilig auf breitere Schultern verteilen.

Foto: Cessna

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Cessna Citation: Erfolgsstory des Business Jets

Citation Souvereign
Cessna kennt jeder, die Citation (sprich: Seiteschn) nicht, verwechseln sie doch viele mit dem Learjet. Die Citation ist derzeit das schnellste Geschäftsflugzeug, allwettertauglich und fliegt als Variante Citation X bis zu 15,5 km hoch. Des Weiteren bietet Cessna die Modelle Citation Souvereign, Citation XLS, Citation Encore, Citation Bravo, Citation CJ3, CJ2 und CJ1 an.


Chronik

Schon 1968 hob die erste Cessna Citation, eine Citation 500 ab. Der Flieger ist ein Twin Engine Business Jet, zu Deutsch ein mit zwei Triebwerken ausgestattetes Geschäftsflugzeug.
Das Modell 414 absolvierte seinen Jungfernflug in 1969.
Ab Januar 1972 erfolgte die Auslieferung der ersten Citation Business Jets an die Kunden.
1976 begann die Entwicklung der Citation I, II und III.
Die Variante II wurde ab 1978 ausgeliefert. Noch im selben Jahr verkaufte Cessna 500 Maschinen und bis 1982 1000 dieses Modells.
1984 absolvierten die Modelle Citation S/II und Navy T-47A Citation ihren Jungfernflug. Der Erfolg gab Cessna Recht, bis 1988 wurden 1.500 Citations ausgeliefert und 1989 verzeichneten die Businessjets 5 Millionen Flugstunden.
1990 erfolgte die Markteinführung der Citation IV und V als Modifikation des Modells III.
Im Jahr 1993 machte der Prototyp der Citation X seinen Erstflug, die Auslieferung begann 1996.
1997 eröffnete das erste ausländische Citation Service Center am Flughafen Le Bourget in Frankreich. Im selben Jahr erreichte der Geschäftsflieger eine Gesamtverkaufzahl von 2.500 Flugzeugen.
1999 startete Cessna seine Modellserie CJx mit der Citation CJ2, deren Serieneinführung noch im selben Jahr erfolgte.
Das erste Modell CJ2 wurde im Jahr 2000 ausgeliefert.
Im August 2001 lieferte Cessna die ersten Citation X an China.
Im Februar 2002 schwang sich erstmals eine Citation Souvereign in die Lüfte.
In 2003 machte die Citation CJ3 ihren Jungfernflug.
Die erste Citation XLS hatte ihren Rollout im April 2004. China orderte im selben Jahr zwei der Maschinen und Cessna eröffnete in Orlando ein weiteres Service Center.

Inzwischen werkelt man in Kansas schon am nächsten Modell, der Citation Mustang:"it's the hottest new cabin-class business jet on the planet."

Foto: Cessna

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Boeing lanciert Long-Range 737 für ANA


Boeing lancierte heute die 737-700ER (Extended Range) und folgt damit einer Auftragsumwandlung der japanischen Fluggesellschaft "All Nipon Airways" (ANA) für zwei Flugzeuge. Die Boeing 737-700ER hat von allen Modellen der 737-Reihe die grösste Reichweite und hilft die Nonstop-Langstreckenflüge profitabel zu gestalten. Sie kann, mit Winglets und bis zu neun Zusatztanks ausgerüstet, eine Strecke von 5.510 Meilen (10.205 km) im Nonstop-Flug bewältigen. Die beiden 737-700ER sind ein Teil des Auftrages über 45 Boeing 737-700 vom 23. Juni 2003. Diese neue 737-Modifikation ist ein gutes Beispiel dafür, dass Boeing seinen Kunden hilft, erfolgreich auf neue Marktanforderungen zu reagieren. Die 737-700ER ist eine gute Option für Low-Cost-Carrier, die auf längeren Strecken operieren wollen oder erleichtert den Airlines einen Eintritt in neue Märkte. Die nächste Generation der 737 ist zehn Jahre jünger, fliegt höher, schneller, weiter und leiser als ihre Konkurrenten. Per heute haben 95 Airlines mehr als 2.960 Maschinen der nächsten Generation der 737 bestellt. Davon hat Boeing noch mehr als 1.130 Maschinen mit einem Gesamtwert von 69 Milliarden Dollar (nach Preisliste) an seine Kunden zu liefern.

Die Auslieferung der ersten Boeing 737-700ER an ANA ist Anfang 2007 geplant.

Foto: Boeing


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Werden Piloten künftig überflüssig?


NASA, EADS, EMT oder General Atomics Aeronautical Systems entwickeln sogenannte Unmanned Air Vehicles (UAV). Werden diese vom Boden aus oder auch automatisch gesteuerten FLuggeräte künftig den Piloten vom Himmel verdrängen?

Ich denke, auch wenn der Einsatz von UAVs in verschiedenen Situtionen sinnvoll ist (z.B. in gefährlichen Gebieten), kann ein Roboter eines nicht. Nämlich das Fliegen auf emotionaler Ebene geniessen. Interessant wäre es, wenn, wie hier, der Roboter den Segelflieger bei der Suche nach Themik unterstützt. Aber macht dies nicht auch einen Teil des Flugerlebnisses aus? Ich glaube daher nicht, dass UAVs künftig die Piloten generell vom Himmel verdrängen werden, zumindest die Hobbyflieger nicht. Der Mensch hat sich doch nicht in den Himmel geschwungen, um jetzt am Boden zu hocken und sich per Fernsteuerung die schönen Flug-Erlebnisse entgehen zu lassen.

Ich denke auch nicht, dass man vom Boden aus einen Jet mit 1.000 Passagieren steuern bzw. dies nur noch der Maschine allein überlassen sollte. Denn auch wenn die Entwickler an alles gedacht haben wollen, es kommt immer ganz anders. Dann muss der Mensch entscheiden. Und das möglichst nicht - wie in einem Videogame - in einer Kontrollstation am Boden. Ein Pilot fliegt nicht nur mit seinen Augen und Ohren und eine Entscheidung in der Luft ist nicht immer gleich der Entscheidung am Boden.

via gediegen-fliegen

Foto: NASA


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Montag, Januar 30, 2006

Der Weg ins Cockpit: PPL(A) - CPL(A) - ATPL


Wie wird man eigentlich Pilot? Wie erfüllen Sie sich Ihren Wunsch nach einer Traumkarriere?

Ich könnte es mir ganz einfach machen und auf die vom Gesetzgeber erlassenen Regelungen, JAR-FCL 1 (Flugzeug) und JAR-FCL 2 (Hubschrauber) verweisen. Dort steht alles drin. Aber wer studiert schon gerne komplizierte Gesetzestexte? Deshalb hier vielleicht ein Auszug aus der JAR-FCL 1 (Flugzeug) für Bürger mit Hauptwohnsitz in einem JAA-Mitgliedsstaat als Beispiel.

Ganz nebenbei, Sie können Ihre Segelfliegerausbildung schon mit Vollendung des 14. Lebensjahres absolvieren.

Sie können Ihren Weg in das Cockpit einer Airline schon mit Vollendung des 16. Lebensjahres starten.

Die Ausbildungen, ob PPL(A), CPL(A)/IR oder ATPL kann jede dafür zugelassene Flugschule übernehmen. Sie können es sich selbst einrichten, ob Sie die Ausbildung schnell oder etwas langsamer durchziehen. Eine Pilotin, zum Beispiel, absolvierte innerhalb von nur zwei Monaten ihre Ausbildung zum Erwerb der PPL(A) an einer privaten Fliegerschule und baute auf dieser Lizenz ihre Ausbildung zum Erwerb der ATPL bei einer grossen deutschen Fluggesellschaft auf. Jetzt fliegt sie als Copilotin bei dieser Airline und wird in wenigen Jahren die Verantwortung des Kapitäns übernehmen. Die Fliegerei ist flexibel.

Hier ein kurzer Abriss über die möglichen Lizenzen, die nötigen Voraussetzungen, die Anforderungen zum Erlangen einer solchen und was Sie damit tun dürfen:

Grundvoraussetzungen

polizeiliches Führungszeugnis; keine Einträge

Auszug aus dem Zentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes, Flensburg; keine Einträge


Flugschüler

Vollendung des 16. Lebensjahres vor seinem ersten Alleinflug

Alleinflüge nur mit Flugauftrag eines Lehrbrechtigten (Fluglehrer)

Alleinflüge nur mit flugmedizinischem Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 oder 2 (Medical)

Alleinflüge nur mit Sprechfunkzeugnis mind. BZF II



Private Pilot License - PPL(A)

vor Beginn der praktischen Ausbildung Nachweis über erfolgreiche Teilnahme an einer Unterweisung in Sofortmassnahmen am Unfallort,

Vollendung des 17. Lebensjahres,

gültiges flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 oder 2 (Medical),

Erfahrung von mindestens 45 Stunden als Pilot auf Flugzeugen, davon können 5 Stunden auf einem Flugsimulator absolviert sein,

Erleichterungen gibt es für Inhaber von Lizenzen zum Führen von Hubschrauber, Flugschrauber, Ultraleichthubschrauber, Segelflugzeugen, Motorsegler, Ultraleichtflugzeugen.

Flugausbildung durch mindestens 25 Flugstunden mit einem Lehrberechtigten und 10 Flugstunden Alleinflug unter Aufsicht durch einen Lehrberechtigten, darin 5 Stunden Überlandflug mit mindestens einem Flug von 150 NM (270 km) und Landung auf zwei vom Startflugplatz verschiedenen Flugplätzen.

Sprechfunkzeugnis BZF I oder II oder AZF

fakultativ:
Nachtflugqualifizierung durch mindestens 5 Flugstunden in der Nacht, davon 3 mit einem Lehrberechtigten, 1 Stunde Überlandflug und 5 Starts und Landungen

Der Inhaber der PPL(A) ist berechtigt, als Pilot oder Copilot auf Flugzeugen im nichtgewerbsmässigen Luftverkehr tätig zu sein.



Commercial Pilot License - CPL(A)

vor Beginn der praktischen Ausbildung Nachweis über erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung in erster Hilfe,

Vollendung des 18. Lebensjahres,

gültiges flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 (Medical),

Die Ausbildung kann modular (200 Flugstunden) oder durchgehend (150 Flugstunden) absolviert werden. Erleichterungen für PPL(H) sind möglich. Darin sind neben 100 Stunden (modular) bzw. 70 Stunden (durchgehend), 20 Stunden Überlandflug mit mindestens einem Flug von 300 NM (540 km) und Landung auf zwei vom Startflugplatz verschiedenen Flugplätzen enthalten.

Hinzu kommen 10 Stunden Ausbildung im Instrumentenflug, davon max. 5 Stunden Instrumentenbodenzeit.

Die Nachtflugausbildung mit 5 Stunden erfolgt analog PPL(A).

Sprechfunkzeugnis BZF I oder AZF

Der Inhaber der CPL(A) ist berechtigt, alle Rechte einer PPL(A) auszuüben, als Pilot oder Copilot auf Flugzeugen im nichtgewerbsmässigen und gewerbsmässigen Luftverkehr tätig zu sein.



Air Transport Pilot License - ATPL

vor Beginn der praktischen Ausbildung Nachweis über erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung in erster Hilfe,

Vollendung des 21. Lebensjahres,

gültiges flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 (Medical),

Sprechfunkzeugnis AZF

Eine detaillierte Beschreibung der ATPL-Ausbildung würde wahrscheinlich ein eigenes Blog erfordern, deshalb nur soviel:
Sie können sich in einer durchgehende Ausbildung während einer Zeitdauer zwischen 12 und 36 Monaten die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine Tätigkeit als Copilot auf mehrmotorigen Flugzeugen mit zwei Piloten bei der gewerblichen Beförderung und zum Erwerb der CPL(A)/IR aneignen.

Erleichterungen für Inhaber von anderen Lizenzen sind möglich.

Fotos: Boeing und Cessna


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Sonntag, Januar 29, 2006

Ein 60 Millionen Dollar Coup im Eis


Im Zuge der Operation Bolero wurden während des Zweiten Weltkrieges amerikanische Kampfflugzeuge und Bomber (B-17 und P-38 Lightning) nach Grossbritannien überführt. Die Route führte über den Nordatlantik zu zwei britischen Flugplätzen auf Island. Damit sollte der durch deutsche U-Boote gefährliche Seeweg umgangen werden. Bis dahin hatte noch nie ein Flugzeug eine solche Überführung gewagt. Nach Vergrösserung ihrer Zusatztanks im Jahre 1941 war die P-38 technisch fähig, eine solche Strecke ohne grössere Probleme zu bewältigen. Gemäss Anweisung des amerikanischen Oberkommandos sollten fünf Geschwader mit je 85 Flugzeugen auf direktem Weg nach Island überführt werden. Wenn auch die Technik dies erlaubte, so erwarteten die amerikanischen Piloten natürliche Hindernisse. Es gab für diese Route keine Wetterdaten. Der Funk konnte plötzlich ausfallen. Behelfslandeplätze für Notfälle waren noch im Bau. Die Nähe zum Nordpol verursachte Störungen bei der Navigation. Das Wetter und die Windverhältnisse konnten sich ohne Vorwarnung plötzlich verschlechtern. Hinzu kamen die Störsender der deutschen Luftwaffe. Die ersten Flüge verliefen jedoch ohne Zwischenfälle. Aber am 26. Juni 1942 verlor das 97. Bombergeschwader vier Flugzeuge aufgrund plötzlicher Wetterverschlechterung.


Sicherheitslandung im Eis

Am 14. Juli 1942 starteten sechs P-38 Lightning und zwei B-17 Bomber von Ost-Grönland mit dem Ziel Island. Die B-17 flogen als Geleitschutz zur Unterstützung der Navigation, da ihre Instrumente eine grössere Reichweite hatten. Die P-38 sollten lediglich den Bombern folgen. Die Piloten ahnten jedoch nichts von einer sich rasch nähernden Schlechtwetter-Front. Aufgrund schlechter Sichtverhältnisse und dem Ausfall von Navigationsgeräten der B-17 kam die Gruppe vom Kurs ab. Nach acht Stunden versuchten die Piloten umzukehren und zu dem Flugplatz, von dem sie gestartet waren, zurückzukehren. Doch den P-38 wurde der Treibstoff knapp. Die Piloten entschieden sich bei den Koordinaten 65 Grad Nord und 40 Grad West zu einer Sicherheitslandung, solange noch die Motoren liefen. Die erste Maschine versuchte aufgrund von Spalten und Rissen im Eis durchzustarten, aber die Motoren froren ein und das Flugzeug kam nicht mehr vom Boden weg. Der Pilot wurde, wie durch ein Wunder, nur leicht verletzt. Den anderen fünf P-38 glückte die Landung. Die B-17 kreisten noch einige Zeit darüber und gaben die Position durch. Die gelandeten Piloten wurden am 17. Juli 1942 gerettet.
Die Operation Bolero wurde fortgesetzt und schon im August 1942 erreichten 164 P-38 Kampfflugzeuge britische Flugplätze.


Lost Squadron Recovery

Die sechs P-38 - fünf davon noch völlig intakt - wurden nach dem Krieg manchmal von Besatzungen bei Flügen auf der Transatlantikroute gesichtet. In den 60iger Jahren jedoch begannen sich die Flugzeuge, sauber geparkt, im Eis zu senken. Heute sollen sie sich in unbekannter Tiefe befinden, vom Eis eingeschlossen. Ein Bergungsteam um den Berliner Journalisten, Dieter Herrmann (50) soll ab Mai 2007, sobald die Polarnacht vorüber ist, beginnen die Schätze zu heben. Dieter Herrmann ist selbst begeisterter Flieger und hat als Frachtflieger in Kolumbien und als Krankenflieger in der Türkei über 6.000 Flugstunden gesammelt. Das Unternehmen wird durch ein dänisches Bergungsteam und internationale Sponsoren unterstützt. Geplant ist, die fünf noch intakten Maschinen im Eis zu demontieren, zu bergen, wieder zu montieren und rauszufliegen. Es klingt wie ein Märchen. Kann jedoch wahr werden. Ein amerikanisches Team bewies in den 80iger Jahren, dass genau das funktioniert. Die damals geborgene Maschine hat inzwischen nach ihrer Bergung hunderte von Flugstunden absolviert. Glück für Dieter Herrmann und sein Team, die Amerikaner zerstritten sich und liessen die restlichen Flugzeuge unbehelligt. Die Bergungsaktion ist mit 2,5 Millionen Dollar kalkuliert. Der Marktwert einer intakten P-38 Lightning liegt im Bereich zwischen 12 - 14 Millionen Dollar.

via Berliner Morgenpost, P-38 Lightning Online und Lost Squadron Recovery

Foto: Public Domain


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Samstag, Januar 28, 2006

Wie sicher sind alte Flugzeuge?


Weil ich gerade das hier lese:

Nicht das Alter einer Flotte ist entscheidend, sondern der Zustand, die Einhaltung der Instandhaltungsintervalle, die Wartung und Pflege. Luftfahrtgeräte (Flugzeuge, Hubschrauber usw.) und deren Baugruppen werden vom Hersteller für einen bestimmten Zeitraum und für eine bestimmte Anzahl von Flugstunden konzipiert und freigegeben. Die Grenze, welche eher erreicht wird, bestimmt den Austausch der Baugruppe.

Beispiel:
Ein Triebwerk ist ab Herstellungsdatum für die Nutzung von 10 Jahren oder 5.000 Flugstunden vorgesehen. Nach Ablauf von 10 Jahren, muss das Triebwerk ausgetauscht werden, auch wenn es nur 800 Stunden gelaufen ist. Werden die 5.000 Stunden schon innerhalb von 4 Jahren erreicht, muss das Triebwerk ebenfalls getauscht werden.


Warum können ältere Flugzeuge auch nach mehr als 30 Jahren noch sicher sein?

Oder, warum gibt es einen Zweitmarkt für Flugzeuge und warum sind Flugzeuge wertbeständig?
Voraussetzung ist die Einhaltung der vorgeschriebenen Instandhaltungsintervalle, gute Wartung und Pflege. Dazu gehört auch, dass eine so genannte Liste für Beanstandungen geführt und entsprechend abgearbeitet wird. In diesen Listen werden alle vom Piloten während des Flugbetriebes festgestellten Ausfälle, Fehlfunktionen, Auffälligkeiten eingetragen. Je nach Relevanz in Punkto Sicherheit sind diese Mängel entweder sofort, beim nächsten Check oder nach Bedarf zu beseitigen. Geht zum Beispiel die Halterung eines Aschenbechers kaputt, so kann diese bei Bedarf erneuert werden. Fällt eine Kraftstoffpumpe aus, so bleibt der Flieger am Boden, bis diese ausgetauscht ist. Bei den Airlinern sind A-Check, B-Check, C-Check und D-Check vorgesehen.

Beim D-Check wird das Flugzeug in seine sämtlichen Einzelteile zerlegt. Fehlerhafte oder abgelaufene Teile oder Baugruppen werden erneuert. Die Zelle wird auf Risse und Beschädigungen untersucht und repariert. Des Weiteren werden alle vom Hersteller oder von Behörden vorgeschriebenen Modifizierungen und Verbesserungen übernommen. Danach wird die Maschine wieder zusammengesetzt und die Funktion der einzelnen Baugruppen überprüft. Zuletzt erfolgen Triebwerksläufe und die Flugerprobung. Nach der Lackierung bekommt der Kunde ein quasi neues Flugzeug zurück.

Foto: Lufthansa Technik AG


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Freitag, Januar 27, 2006

Warum Flugangst nützlich ist

Angst unterstützt den Selbstschutz. Auch Flugangst ist nützlich, wie dieses Video beweist.

via Markus Jordan


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Donnerstag, Januar 26, 2006

A380 in Farben von Singapore Airlines bei Asian Aerospace

Airbus wird das grösste Passagierflugzeug, den A380, bei der Asian Aerospace im Februar 2006 schon in den Farben von Singapore Airlines zeigen, die das Flugzeug als erste Fluggesellschaft in ihren Dienst stellt. Der A380 ist vom 21. - 26. Februar 2006 auf dem Changi International Airport, Singapore am Boden und in der Luft zu sehen.


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Und sie fliegt doch!

Rein physikalisch betrachtet, kann eine Hummel gar nicht fliegen. Sie ist zu dick, zu schwer, hat zu kleine Flügel, keine aerodynamische Form usw. Da aber die Hummel das nicht weiß, ist es ihr egal und sie fliegt doch.

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Weltrekord: 7 Stunden im Heissluftballon

Der Schweizer Pierrick Duvoisin hat am 13. Januar 2006 mit einer fast siebenstündigen Fahrt in einem Heissluftballon der FAI-Klasse AX-02 (250- 400 m³) einen neuen Weltrekord aufgestellt. Er verbesserte damit den alten Rekord des Australiers Steve Griffin von 4h 39 Minuten. Die Fahrtdauer von fast sieben Stunden am Standort Valée La Brévine im Schweizer Jura wurde nur durch extremen Leichtbau, gute Vorbereitung, hohe Leistung und einer Temperatur von -25°C möglich. Zuvor hatte die schweizer Luftfahrtbehörde (BAZL) das Luftfahrtbundesamt (LBA) um Experten-Hilfe für die Zulassung des Ballons gebeten. Nach Belastungs- und Funktionstests wurde der Ballon im Januar 2006 zugelassen. Zwei Tage später herrschten ideale Wetterbedingungen für die Rekordfahrt.


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Mittwoch, Januar 25, 2006

Air Berlin: In besten Händen

Es kann immer vorkommen, dass sich ein Flieger mal verspätet. Nicht schlimm, wenn man mit Air Berlin unterwegs ist. Als ich in 2004 von Hurghada nach Dresden zurück flog, ging der Flug zunächst nach Nürnberg. Dort sollte ich in eine andere Air Berlin-Maschine nach Dresden umsteigen. Dieser Flieger kam von Spanien und hatte Verspätung. Als Entschädigung erhielt ich von Air Berlin unaufgefordert einen reichlichen Verpflegungsgutschein, einlösbar an allen Bars des Flughafens. Also liess ich es mir bis zum Abflug gut gehen und war's zufrieden. Der krönende Abschluss war, dass mich unsere (Flieger August) jüngste Copilotin, Manja Stoll (26) assistiert von unserem Fluglehrer, Frank Lukas als Kapitän nach Dresden flog. Ich war also in besten Händen.


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Air Berlin: Unkompliziert und schnell

Silvester 2001 war ich wieder einmal in El Gouna, Ägypten zum Tauchen. Der Rückflug sollte am 03.01.2002 ab Hurghada nach Nürnberg erfolgen. Als Abflugzeit war 15.10 Uhr Ortszeit geplant. Nun ergab es sich, dass zu dieser Tageszeit mehrere Fluggesellschaften ihre Passagiere nach Deutschland bringen wollten. Der Flughafen Hurghada - mitten im Umbau - war mit dieser Situation jedoch völlig überfordert. Zudem gab es nur einen Kontrollpunkt für die Gepäckkontrolle und ca. 2.000 Fluggäste drängten ungeordnet in diese Richtung. Die jenigen, die erst 16.00 oder 17.00 Uhr fliegen sollten, standen vorn und die gegen 15.00 Uhr ihren Abflug hatten, standen hinten. Na ja, ich hatte noch Zeit, es war erst 12.30 Uhr. Da es durch den Engpass jedoch sehr langsam voran ging, wurde die Zeit trotzdem langsam knapp. Endlich hatte ich die Gepäckkontrolle passiert, checkte schnell ein. Im Transitraum war wieder Warten angesagt, weil noch nicht alle Passagiere für die jeweiligen Flüge die Kontrollen passiert hatten. Air Berlin reagierte jedoch operativ. Es standen zu dem Zeitpunkt drei aufeinander folgende Flüge Hurghada - Nürnberg zur Verfügung, 14.50, 15.00 und 15.10 Uhr. Also sammelte Air Berlin die Fluggäste, die schon im Transitraum für den Abflug nach Nürnberg bereit waren, ein und packte sie ungeachtet der Buchungen in die erste Maschine und ab ging’s. Das hat mir die Flexibilität der Airline in Punkto "aussergewöhnliche Situationen" gezeigt.


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Air Berlin: Erfahrungen mit Online-Buchungen

Weil ich gerade diesen Bericht bei ciao.de über Air Berlin gelesen habe. Vorweg, er trifft voll und ganz zu. Air Berlin ist mein Lieblingsferienflieger und das nicht nur, weil für Air Berlin unsere (Flieger August) Manja Stoll (26), als jüngste Copilotin fliegt. :)

Vielleicht noch ein paar Ergänzungen. Ich buche Air Berlin immer online. Wenn ich im Jahr zwei bis dreimal nach El Gouna, Ägypten (30km nördlich Hurghada) zum Tauchen fliege, dann suche ich mir auf der Website von Air Berlin den Hin- und Rückflug aus. Die Tabelle ist sehr übersichtlich und beinhaltet auch verfügbare Restplätze und Sonderangebote. Danach schicke ich eine E-Mail an unsere Tauchbasis, Blue Brothers Diving, El Gouna (Grüsse!), ob ich in dem Zeitraum ein Hotelzimmer bekommen könnte. Tom oder Doro, die Inhaber von Blue Brothers bieten mir auf Basis meiner Flug-Daten ein zu dem Zeitpunkt günstiges Hotel an. Das geht sehr schnell. Alle Hotels bieten einen Airport-Shuttle-Service, je nach Hotel entweder gegen geringe Gebühr oder inklusive.
Ich bestätige per E-Mail und mache danach die Online-Buchungen mit Air Berlin fest. Über die Hotline der Airline besteht auch die Möglichkeit gegen einen geringen Aufpreis die Sitzplätze zu reservieren. Wer vegetarische Kost bevorzugt, kann dies Air Berlin mitteilen und wird beim Menü an Bord entsprechend berücksichtigt. Die Tickets werden je nach Zeitrahmen entweder zugeschickt oder am Air Berlin-Schalter hinterlegt.

Bezahlung
Erfolgt die Buchung längerfristig und im Lastschriftverfahren, wird zuerst eine Anzahlung in Höhe von EUR 100,00 fällig und der Restbetrag 60 Tage vor Reisebeginn. Bei Kreditkartenzahlung wird sofort der Gesamtbetrag belastet.

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Dienstag, Januar 24, 2006

Ein Passagier als Kapitän

Frage: Kann ein Passagier eine Boeing oder einen Airbus landen? Ich behaupte "JA", wenn! dieser Passagier:

1. Inhaber einer gültigen ATPL (Air Transport Pilot License)-Lizenz ist und!
2. das entsprechende Typerating der in Frage kommenden Modifikation des Flugzeugtyps besitzt und!
3. die notwendige Erfahrung hat und!
4. ein gültiges Medical (Flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis) besitzt.

Warum kann ein normal sterblicher Passagier keine Boeing oder keinen Airbus landen? Weil

1. selbst Vielflieger nie in die Verlegeheit kommen werden, vor solch einer Aufgabe zu stehen,
2. an Bord dann immer noch mindestens 300 Mitberwerber für den Job sind,
3. der zum neuen Kapitän beförderte Fluggast mit Situation, Technik, Prozess und Verantwortung völlig überfordert ist und unter diesem Druck zusammenbricht.
4. die Maschine vorher von der Luftwaffe unsanft zur Landung in unbewohntem Gebiet gezwungen wird.

Im Übrigen können moderne Airliner mit ihrem Flight-Management-System selbständig landen.

Es soll trotzdem vorgekommen sein, dass Kapitän (Pilot in Command) und Co-Pilot (Second Pilot) nicht mehr in der Lage waren, während eines Fluges ihre Aufgaben und Funktionen im Cockpit zu erfüllen. Zwei Zeitungen gaben darauf hin die wohl grobfahrlässigsten Tipps für ihre Leser.


Um zu verdeutlichen, was auf den armen Passagier zukommt, hier ein kleiner Exkurs:

Hat jemand Flugerfahrung?

Nehmen wir einen einfachen Transatlantikflug von New York nach Frankfurt. Die Maschine, eine Boeing 767, befindet sich im Reiseflug, FL350 (Höhe 35.000 ft = 10,5 km). Sie werden durch eine freundliche Durchsage der Cabin Crew geweckt:"Ist ein Arzt an Bord?". Minuten später die zweite Durchsage:"Wer von den Passagieren hat Flugerfahrung?". Da sich auch jetzt niemand meldet, Sie im Verlauf des Fluges dem Alkoholangebot der Airline erfolgreich Widerstand leisteten und nun auch noch ausgeschlafen wirken, bittet Sie eine nette Flugbegleiterin um ihre Mithilfe.




Die Aufgabe

Sie werden ins Cockpit geschubst und trauen Ihren Augen nicht. Alle Plätze sind leer, die Steuerung bewegt sich allein, wie von Geisterhand. Nun Ihre Aufgabe:"Bringen Sie den Flieger sicher zum nächstmöglichen Flughafen und landen Sie". Sie haben noch nie etwas von Sprechgruppen, Cockpittraining, Überziehen, Autopilot, Navigation, Winddreieck, ILS, Alternates, En-Route Alternates, Trimmung, Variation, Deviation, Emergency Cases und tausend anderen Dingen gehört. Meine Empfehlung, schnappen Sie sich als erstes Ihr Handy, rufen Sie Ihre Frau an und sagen Sie ihr, dass Sie möglicherweise nicht zum Abendessen zu Hause sein werden.


Das Flight Deck

Jetzt können Sie sich ganz entspannt auf Ihr Abenteuer "Kapitän mit Verantwortung über 300 Seelen" konzentrieren. Sie sehen sich im Cockpit um. Alles kommt Ihnen fremd vor, hunderte Schalter, Hebel und Hebelchen, Monitore, Lämpchen. Als gebildeter Mensch wissen Sie, dass in modernen Flugzeugen die Instrumente ergonomisch angeordnet sind. Das heisst, was sich in ihrem Blickfeld befindet, ist WICHTIG! Ihre erste Aufmerksamkeit gilt dem PFD (Primary Flight Display). Dort finden Sie alles, was Sie zur Beurteilung des Flugzustandes wissen müssen, Fluglage und -höhe, Steig- oder Sinkrate, Geschwindigkeit, Kurs. Sie ahnen, dass das Flugzeug waagerecht in der Luft liegt, auch die Nase befindet sich weder über dem noch unterhalb des Horizonts. Das Variometer bestätigt Ihre Vemutung und steht auf Null. Die Geschwindigkeit beträgt konstante 0,79 Mach. Das klingt wenig, denken Sie. Aber als ein an Physik interessierter Mensch, wissen Sie, dass 1 Mach ungefähr 1.200 km/h ist. Sie sind beruhigt. Da noch keine roten Lampen blinken und keine Frauenstimme sich über irgenwelche aussergewöhnlichen Vorkommnisse beschwert, wollen Sie als nächstes Kontakt mit der Aussenwelt aufnehmen und um Hilfe bitten.


Blamiert

Mit ihren guten Englisch-Kenntnissen, denken Sie, sollte das kein Problem sein. Was hiess gleich "Kurs", "Geschwindigkeit", "Flughöhe", "querab", "erbitte" auf Luftfahrt-Englisch? Wie war doch gleich die Flugnummer? Und welchen Schalter müssen Sie betätigen, um zu senden? Wo - zum Teufel - befindet sich die Maschine überhaupt?
Nun könnten Sie folgenden Funkspruch absetzen:"Hallo Hallo Hallo, this is Boeing seven-six-seven, we got a problem usw.". Wenn Sie nun aus dem Cockpitfenster schauen, werden Sie feststellen, dass in einiger Entfernung die Kondensstreifen anderer Flugzeuge unnatürlich starke Wellenlinien zeichnen. Das kommt daher, dass die anderen Kapitäne vor Lachen mit dem Steuerhorn ihre Autopiloten ausgeschaltet haben und nun versuchen, ihre Maschinen wieder unter Kontrolle zu bringen. Da Sie sich mitten über dem Atlantik befinden, hat Ihr Notruf bislang keinen Radarlotsen erreicht, dass heisst, Sie haben sich vor dem Festland noch nicht blamiert.


Was tun?

Sie entschliessen sich nun, erstmal gar nichts zu tun. So mitten über dem Atlantik haben Sie bis zum nächsten En-Route Alternate alle Zeit der Welt. Interessiert entdecken Sie rechts neben dem PFD einen Monitor - das ND oder Navigation Display - , in dessen unterem Bereich sich ein kleines Flugzeug befindet. Von diesem kleinen Flugzeug verläuft eine Zickzacklinie zum oberen Bildschirmrand und an jedem Zick und jedem Zack sind Daten eingeblendet. Sie kombinieren richtig, das ist die im Flight Management Computer programmierte Flugroute, der die Maschine folgt. Zum Glück finden Sie das Flight Instruction Manual, das AIP (Aeronautical Information Publication) und diverse Checklisten, was immer das auch alles ist. In den nächsten Stunden schulen Sie sich zum ATPLer und eignen sich fundierte Kenntnisse in den Fachgebieten Hydraulik, Elektrik, Kraftstoffsystem, Feuerlöschsystem, Druckluft, Sauerstoff, Meteorologie, Navigation, Funk- und Satellitennavigation, Trägheitsnavigation, Flugfunk (AZF), Luftrecht, Human Factors und Verhalten in besonderen Fällen (Fliegen ohne Tragflächen) an.


Wohin eigentlich?

Dies geschafft, entdecken Sie auf dem Monitor mit dem kleinen Flugzeug eine schräge Wellenlinie, die langsam näher rückt. Sie vermuten richtig, das ist die Westküste Frankreichs. Jetzt können Sie entscheiden. Entweder Sie fliegen London Heathrow, Paris Charles de Gaulle oder - wie geplant - Frankfurt Rhein-Main an. Da Sie inzwischen versiert und mit der Maschine vertraut sind, rufen Sie Shanwick Oceanic und melden dort die Situation. Der freundliche Radarlotse gibt Ihnen einen neuen Kurs, North East direct London Heathrow und eine neue niedrigere Flughöhe. Wenn Sie jetzt den Autopiloten ausschalten, müssen Sie mit einer Hand am Steuerhorn, mit der anderen an den Schubhebeln, die Füsse auf den Pedalen damit die Maschine nicht giert oder schiebt, eine sanfte Linkskurve fliegen, auf FL160 sinken, nicht zu schnell und nicht zu langsam werden, nicht zu schnell sinken, rechtzeitig die Maschine abfangen, den Autopiloten wieder einschalten und möglicherweise die Flugroute neu programmieren. Die elegantere Möglichkeit wäre, den Flight Director auszuschalten und bei eingeschaltetem Autopiloten die neue Flughöhe und den neuen Kurs einzugeben. Dann wird der Autopilot Ihrem Wunsch selbständig entsprechen. Nach weiteren Kurs- und Höhenänderungen übergibt Sie Shanwick Oceanic an London Radar. Da Sie vorausschauend die Londoner Frequenz auf Standby gerastet haben, genügt ein Switch und Sie empfangen den Londoner Radarlotsen. Dieser wird Sie nun sicher in Richtung Kontrollzone von London Heathrow führen.


London Heathrow RWY 09R

Nach erneutem Frequenzwechsel sind Sie auf der Tower-Frequenz und melden sich vorschriftsmässig an. Der Towerlotse gibt Ihnen nun neue Flughöhen, Kurse und Geschwindigkeiten (Mit 850 km/h rast niemand in den Londoner Luftraum!) und leitet Sie direct in den Final RWY 09R. Vorsorglich haben Sie die ILS-Frequenz RWY 09R gerastet und ein Pipsen mit einem freundlichen Hinweis durch eine Frauenstimme signalisiert, dass die Maschine Gleitweg- und Landekurssender erfasst hat. Der Autopilot lässt den Flieger automatisch in den Endanflug einkurven. Jetzt liegt es an Ihnen, Throttle (Gashebel) zurück, Geschwindigkeit weiter reduzieren und Klappen entsprechend ausfahren (Tabelle, Checkliste). Wie war doch gleich die Überziehgeschwindigkeit bei Klappenstellung 40 Grad? Bei welcher Geschwindigkeit dürfen Klappen und Fahrwerk gefahren werden? Welche Bremskraft wird benötigt, es hatte geregnet und die Runway ist nass. Welche Windverhältnisse herrschen vor? Bei zu starkem Seitenwind können Sie sich auf den Autopiloten nicht verlassen. Also Autopilot aus (Pipsen). Ist der Cross Wind noch stärker dürfen Sie die Maschine überhaupt nicht landen. Was bedeuten eigentlich die vier roten Lampen links der Landebahn? Sie sind zu niedrig, also Nase hoch! Geschwindigkeit im Auge behalten! Stimmen Kurs und Sinkrate noch? Sie melden Runway in Sicht.


Im Final

Aber es kommt noch besser. Sie haben Seitenwind. Welches Anflugmanöver wählen Sie, hängende Fläche und Ruder kreuzen oder Vorhaltewinkel? So nebenbei hören Sie in den Kopfhörern."Continental eight-zero-five-niner ... wind one-tri-zero degrees ... two-five knots ... cleared to land runway zero-niner-right". Das ist für Sie, Sie sind frei zur Landung RWY 09R. Grösser werdende Häuschen, Strassen, ein Zaun und eine Wiese schiessen unter Ihnen hinweg. Jetzt kommt das nächste Problem auf Sie zu, wann fangen Sie die Maschine ab, wann nehmen Sie die Gashebel in Leerlaufstellung, wo setzen Sie auf? Fangen Sie zu hoch ab, plumst der Flieger auf die Runway, fangen Sie zu niedrig ab, können Sie zumindest das Bugfahrwerk vergessen. Endlich ist grauer Asphalt unter Ihnen. Sie ziehen das Steuerhorn gefühlvoll an sich heran und halten den 250-Tonnen schweren Vogel auf der Centerline. Das Quietschen der Hauptfahrwerke können Sie im Cockpit nicht hören, ein sanfter Stoss und leichtes Schütteln geht durch die Maschine, Speedbrakes raus und Reverser (Schubumkehr). Das Bugrad setzt auf. Die Maschine kommt zum Stehen.

Die Cockpit-Tür hinter Ihnen öffnet sich. Lächelnd beglückwünscht Sie der Flight Instructor zu Ihrer ersten erfolgreichen Landung und schaltet den Simulator aus.

via BILDblog

Foto: Boeing 767-400ER FLIGHT DECK


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Montag, Januar 23, 2006

Bombardier: Erstflug von Challenger 605


Am 22. Januar 2006 absolvierte Challenger 605, ein neuer Grossraum Business Jet des Herstellers Bombardier erfolgreich seinen Erstflug. Der Start zu dem 3,5-stündigen Testflug erfolgte um 12.40 Uhr von Bombardier's Montreal-Trudeau International Airport. Der Business Jet erreichte dabei eine Flughöhe von 41.000 Fuss (12,5 km) und eine Geschwindigkeit von 420 kt (750 km/h). Das Abfluggewicht betrug 17.550 kg, davon 5.670 kg Treibstoff. Bei diesem Erstflug wurden die Basissysteme, das Flugverhalten und Handhabung getestet. Die ersten Tests finden in Flughöhen von 5.000 - 15.000 Fuss statt und dienen der Überprüfung von Handling, Flugeigenschaften und Avionik.

Challenger 605 soll später bis zu 12 Passagiere mit einer Geschwindigkeit von 0,82 Mach über eine Entfernung von 7.491 km befördern. So sind Interkontinentalflüge von New York nach Europa für den Mittelklasse Jet keine Anstrengung. Die Druckbetankung der max. 11.216 Liter Treibstoff erfolgt über nur einen Einfüllstutzen (single-point pressure refueling system).


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Blacklisted Airlines

Update - 12.08.2006:
Die EU hat ihre Airline-Blacklist das erste Mal aktualisiert.

Update - 22.03.2006:
Hier gibt's die aktuelle Schwarze Liste der Fluggesellschaften (A-Liste) und Flugzeuge oder Flugzeugtypen (B-Liste), die weder das Territorium der Europäischen Union (EU) und der Schweiz überfliegen noch innerhalb dieser Territorien landen dürfen (EU-Liste). Mit Erscheinen der EU-Liste entfallen die Listen der einzelnen Staaten.


In offiziellen innereuropäischen "Schwarzen Listen" erfasste Fluggesellschaften

Belgien:
(Belgisches Transportministerium)
Africa Lines, Central African Republic
Air Memphis, Egypt
Air Van Airlines, Armenia
Fly Air, Turkey
Central Air Express, Democratic Republic of Congo
ICTTPW, Libya
International Air Tours Ltd., Nigeria
Johnsons Air Ltd., Ghana
Silverback Cargo Freighters, Rwanda
South Airlines, Ukraine

Frankreich:
(Französische Zivilluftfahrtbehörde DGAC)
Air Koryo, North Korea
Air Saint-Thomas, US Virgin Islands
International Air Service, Liberia
Transairways, Mozambique
Phuket Airlines, Thailand
Cameroon Airlines
Luxor Air, Egypt
Silverback Cargo Freighters, Rwanda
South Airlines, Ukraine

Grossbritannien:
(Britisches Trasportministerium)
alle Airlines von Gambia
alle Airlines von Liberia
alle Airlines von Tajikistan
Air Mauritanie
Star Air, Sierra Leone
RAF-AVIA, Latvia
Enimex, Estonia
Air Bosna, Bosnia
Inter Trans Air, Bulgaria
Air Memphis, Egypt
Air Universal, Sierra Leone
Cameroon Airlines
Albanian Airlines
Central Air Express, DR Congo
Kyrgystan Airlines
Ghana Airways DC-10, Reg.-Nummer 9G-AND

Schweiz:
(Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL)
Flash Airlines, Egypt
Air Van Airlines, Armenia
Air Saint-Thomas, USA
Air Koryo, North Korea
Africa Lines, Central African Republic
Air Memphis, Egypt
Central Air Express, Democratic Republic of Congo
International Air Tours Ltd., Nigeria
International Air Service, Liberia
ICTTPW, Libya
Hemus Air, Bulgaria
Silk Way, Azerbaijan/Belgium
Johnsons Air Ltd., Ghana
Jr Executive, Lebanon/USA
Linhas Aereas de Mozambique (LAM), inklusive Tochtergesellschaft Transairways
Premium Air Shuttle, Nigeria
Niproavia, Ukraine
GIR Jet, Spain
Phuket Airlines, Thailand
Silverback Cargo Freighters, Rwanda
South Airlines, Ukraine


Die Listen sind aus rechtlichen Gründen leider nicht vollständig. Zwischenzeitlich können vorgenannte Fluggesellschaften wieder von den "Schwarzen Listen" gestrichen sein. Bleibt abzuwarten, wann eine EU-Liste auf Basis des Beschlusses der EU-Kommission vom 05. Dezember 2005 veröffentlicht wird.

siehe auch Travelblogger

Quellen:
ETN
travel-images.com
switzerland-market.ch

update - 23.01.2006: Flight International - Die Französische Zivilluftfahrtbehörde DGAC hat Linhas Aereas de Mozambique (LAM) von ihrer Blacklist gestrichen. Wie die Airline mitteilte sollen Flüge nach Frankreich so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden.



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travelchannel.de: Air Berlin wieder Airline des Jahres

Das Online-Reisebüro travelchannel.de hat Air Berlin wiederholt zur Airline des Jahres gewählt. An der Befragung nahmen 11.168 Nutzer teil. Mein Lieblingsferienflieger verwies damit Partner Niki und Condor auf die PLätze. Im Vergleich zwischen 30 europäischen Kurz- und Mittelstrecken-Anbietern belegte Air Berlin - hinter Finnair - den zweiten und Niki den vierten Platz. Alle Umfrageergebnisse gibt's bei travelchannel.de.


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EADS und DLR: Geheimwaffe UCAV


High-Tech-Jets: EADS und DLR entwickeln unbemannten Kampfjet "Barracuda"

Unmanned Combat Aerial Vehicles (UCAV) ist ein Gemeinschaftprojekt des Luft- und Raumfahrtkonzerns European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ziel ist der Nachweis der Machbarkeit von so genannten "Fernführungstechnologien". Ferner will man in Ottobrunn damit neue Technologien erproben und das Marktsegment unbemannter Aufklärungs- und Kampfflugzeuge nicht allein den USA überlassen. Man hofft auf das grosse Geld in einem Wachstumsmarkt. Jüngstes Kind der Waffenschmiede von EADS ist die noch geheime Aufklärungsdrohne "Barracuda", die zum Kampfjet aufrüstbar ist. Ein Prototyp wurde vergangene Woche im bayerischen Manching der Führungsspitze der Luftwaffe vorgestellt und soll - so hofft EADS - die alten Aufklärungs-Tornados ersetzen. Möglicherweise wird die Neuentwicklung schon im Februar auf der iberianischen Halbinsel ihren Erstflug absolvieren. Grosses Vorbild von "Barracuda" ist das amerikanische Pendant Predator, welches mit Hellfire-Raketen ausgerüstet von der CIA gegen Terroristen eingesetzt wird.

via: N24.de

Foto: Luna-X 2000 der Firma EMT

Mehr zum Thema:
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Sonntag, Januar 22, 2006

Echter Airbus bald für EUR 199,00 bei eBay?

"You bid for a fully functional copy of an Airbus A3XX; Item location: China; Ships to: Worldwide; Starting bid: EUR 199,00"

So oder ähnlich könnte eine Auktion bei eBay lauten, wenn sich die Befürchtungen von Mauricio Botelho, Chef des brasilianischen Luftfahrtkonzerns Embraer und Konkurrent von Airbus bewahrheiten. Airbus plant in China ein Entwicklungszentrum aufzubauen. Botelho befüchtet, dass die Chinesen Airbusprodukte oder Teile davon kopieren könnten. Das ist die offizielle Version. Ich denke jedoch, dass Botelho eher seinen Marktanteil in China in Gefahr sieht und darum Panik macht. Die Hightech-Fliegen von Airbus zu kopieren, dürfte selbst für findige Chinesen schwierig sein.

via Handelsblatt


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Handys mit Aeroplane Mode und Inflight Mode

Travelblogger Tom hat eine interessante Diskussion zwischen Cabin Crew von Swiss und einem Passagier zum Thema Handys mit Aeroplane Mode oder Inflight Mode aufgegriffen. Ich persönlich hatte diesbezüglich noch nie Probleme, weil ich mein Mobile Phone vor dem Boarding ausschalte. Dann stört mich wenigstens niemand, wenn ich den Flug geniessen möchte.

Ich denke, die Airlines haben mit diesen Handys und derartigen Optionen noch keine Erfahrung und dem entsprechend auch noch keine Regelungen getroffen. Grundsätzlich sollte sich der Fluggast voher informieren, wie es die jeweilige Fluggesellschaft sieht. Im Zweifel entscheidet der Kapitän. Er hat in allen Fällen die Verantwortung. Wenn ein Fluggast während des Fluges unbedingt erreichbar sein muss oder sein Handy anderweitig nutzen möchte, dann sollte die Cabin Crew den Kapitän fragen. Ich könnte mir vorstellen, dass er dann die Erlaubnis erteilt.

via Travelblogger


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Samstag, Januar 21, 2006

ATC: AirportMonitor und vieles mehr


PASSUR bietet eine einzigartige Datenquelle von standardisierten Luftfahrtinformationen für Fluggesellschaften, Flughäfen und Luftfahrtunternehmen. Hier wird jedoch auch der Hobby-Lotse fündig. Das Tool AirportMonitor bietet Informationen in Echtzeit über An- und Abflüge sowie Transits von 50 US-Airports. Auf der Website von PASSUR findet der Interessent ein Schnupperangebot zur Überwachung des Luftverkehrs von 17 Flughäfen, unter anderem John F. Kennedy International Airport oder Los Angeles International Airport.

Grafik: PASSUR

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ATC live

ATC JFK: English Lesson for Iberia Flight 6253


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ATC live


Flugfunk - live zum Mithören - von mehr als 100 Flughäfen und ATC-Stationen weltweit bietet Icecast 2 Status.


Foto: futurastudios.com

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Freitag, Januar 20, 2006

A380: ICAO empfiehlt grössere Abstände

ICAO empfiehlt grössere Abstände zum A380 wegen starker Wirbelschleppen

Bislang ist es eine Empfehlung der Internationalen Organisation für Zivilluftfahrt ICAO. Sollte ICAO diese Empfehlung jedoch in eine Vorschrift umwandeln, dann entfällt ein wichtiges Verkaufsargument für den Riesenvogel A380. Derzeit heisst es aus dem Hause Airbus, dass der A380 die Situation an den völlig überlasteten Knotenpunkten London Heathrow, Tokio oder Frankfurt entspannen wird, da mit weniger Flugbewegungen mehr Passagiere in der selben Zeit befördert werden. Mit der Forderung nach grösseren Abständen hinter dem A380 bei Starts und Anflügen bekommen nun die Drehkreuze eher ein Hindernis in den Weg gelegt als eine Entlastung. Zum Vergleich, der vorgeschriebene Abstand zwischen zwei Jumbos im Endanflug beträgt 4 Meilen (7,5 km). Der nun empfohlene Abstand zum A380 soll im Endanflug 10 Meilen (18,5 km) und in allen anderen Flugphasen sogar 15 Meilen (28 km) betragen. Experten meinen, dass damit jeder A380-Flug den Verlust von zwei weiteren Flugbewegungen bedeutet.

Wirbelschleppen entstehen an den Spitzen der Tragflügel dadurch, dass infolge des Druckunterschieds zwischen Ober - und Unterseite die Luft nach oben strömt. Deren Stärke ist dem Gewicht des Flugzeuges und der damit benötigten Auftriebskraft direkt proportional. Gemäss Literatur entstehen Wirbelschleppen mit Abheben des Bugrades. Genau genommen bilden sie sich jedoch sobald eine Auftriebskraft wirkt.


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Rocket Racing League


Dreidimensionale Formel 1, so könnte man die Rocket Racing League (RRL) kurz und leichtverständlich umschreiben. Die erweiterte Version der Beschreibung wäre vielleicht so:

"Man nehme eine Formel 1 Rennstrecke, hebe sie 2,7 km (5.000 ft) in die Höhe, gebe den Boliden Tragflächen, Steuerruder und einen Raketenantrieb, tausche die Fahrer gegen Piloten, addiere vertikale Flugmanöver und schreibe einen Preis aus." Und schon haben wir ein Spektakel, welches - analog Star Wars - alles bislang Erlebte in den Schatten stellen soll. Echte raketengetriebene Flugzeuge (X-Racer), von echten Piloten gesteuert, werden dann auf einem dreidimensionalen Rundkurs - von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA überwacht - um Sieg und Platz fliegen. Der Start erfolgt von einer Runway und jeder Pilot wird dabei seinem eigenen virtuellen Tunnel oder Track folgen, aus Sicherheitsgründen mit einigen Hundert Fuss Abstand zur Konkurrenz.



Das erste Rennen soll zum X PRIZE Cup im September 2006 in New Mexico stattfinden. In 2007 sind dann sechs Rennen bei verschiedenen Air Shows und Autorennen geplant. Ab 2009 wird die Rocket Racing League international und soll in den Staaten der X PRIZE Cup-Teams ausgetragen werden.

Ich denke, wer sich für Rennsport und Luftfahrt begeistert, wird die Rocket Racing League lieben.

via The Aviation Weblog

Fotos: RRL


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Flugzeug in Ungarn abgestürzt

Beim Absturz eines slowakischen Militärflugzeugs des Typs Antonov AN-24 in der Nähe der slowakischen Grenze im Osten Ungarns sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. An Bord der Maschine waren insgesamt 48 Insassen. Dabei soll es sich um slowakische Soldaten der KFOR-Schutztruppe handeln. Das Flugzeug war von Pristina, Kosovo nach Kosice, Slowakei unterwegs als sich gegen 20.30 Uhr MEZ das Unglück ereignete. Zur Ursache ist bislang nichts bekannt.

via swissinfo zentralschweiz online


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Ekranoplan - Das Monster vom Kaspischen Meer

"Die Sichtung eines mysteriösen Flugobjekts versetzt die amerikanischen Streitkräfte in Aufregung. [...] Im Tiefflug rast das gigantische Seeungeheuer mit etwa 500 Kilometern pro Stunde über das Kaspische Meer."

Die vierteilige Dokumentation vom ZDF schildert die Entwicklung und Funktionsweise einer sowjetischen Wunderwaffe, die nie zum Einsatz kam.


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Flughafen Hannover verdreifacht Jahresergebnis

Mit 5,6 Millionen Passagieren (+7,4 Prozent) in 2005 und einem dreifachen Jahresergebnis gegenüber 2004 verbessert sich Hannovers Flughafen Langenhagen auf den dritten Platz der internationalen deutschen Verkehrsflughäfen hinter Frankfurt und Hamburg. Damit wird Langenhagen seine Schulden bis Anfang 2007 tilgen und danach an seine Eigner - Stadt, Land Niedersachsen und Fraport - wieder Dividende zahlen können.

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Condor: Jetzt Kurzstrecke ab EUR 29,00 und Langstrecke ab EUR 99,00

Condor fliegt jetzt ab EUR 29,00* zum Beispiel nach:

Mallorca
Barcelona (täglich ab München)
Málaga (Andalusien)
Jerez de la Frontera (Andalusien)
Faro (Portugal)
Kanarische Inseln
Antalya (Türkei).

Ab EUR 99,00* erreichen Sie mit Condor zum Beispiel:

Orlando (Florida)
Fort Myers (Florida)
Las Vegas (im Winter 2x pro Woche nonstop, im Sommer sogar 3x)
Bangkok (Thailand)
Dubai
Seychellen.

Das Angebot ist buchbar von Freitag, dem 20. Januar 2006, ab 18.00 Uhr bis Samstag, dem 21. Januar 2006 um 23.59 Uhr und gilt für alle Abflüge ab sofort bis Juli 2006, jedoch nur solange der Vorrat reicht.

Wichtiger Hinweis:
* One-way-Preise zzgl. streckenabhängigen Treibstoffzuschlag und Condor Service Charge bei Online-Buchung


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Donnerstag, Januar 19, 2006

A380: Wohin im Ernstfall?

Offensichtlich teilen nicht alle die Euphorie über den neuen Wundervogel A380. Wie Flight International berichtet, sind die sogenannten "Alternates" und "En-Route Alternates" (Ausweichflughäfen) wider Willen, nicht sonderlich begeistert über ihre neue Aufgabe. Man scheut Aufwand und Investitionen, denn wann wird ein Ausweichflughafen schon mal gebraucht und erst dann spielt das Investment das Geld wieder herein. Aufgabe der schon auf den Zug aufgesprungenen Airlines ist es jetzt, bis zur Indienststellung des A380 den störrischen Airports die neue Task ans Herz zu legen. Interessant ist dabei, dass das Fahrwerk nach Aussage von Airbus selbst, lediglich für die sogenannten Hub Airports konzipiert wurde. Will heissen, dass der A380 für Landung und Rollen die Dimensionen der Bahnen und Wege eines Flughafens Frankfurt Rhein-Main benötigt. Dazu wollen die Airlines, welche den A380 bislang gekauft haben, bei einer Sicherheitslandung irgendwo entlang der Flugroute den selben Service für ihre Passagiere, den auch die Hub Airports bieten. Wenn man sich nun noch die Forderung von Singapore Airlines vor Augen hält, aller 2 - 4 Stunden entlang der Route zwischen Asien und Europa solche Flughäfen bereitzuhalten, dann steht Airbus und den Airlines noch ein weiter Weg bevor.


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Überprüfung der Sicherheitszone am Airport Zürich

Die 150 Meter minimale Sicherheitszone der Piste 28 des Flughafens Zürich gehen mit der ICAO-Vorschrift konform. Dies soll sich nun ändern, da die ICAO andererseits eine Sicherheitszone von 300 Metern empfiehlt. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) wolle sich mit seiner neuen Sicherheitsstrategie nicht mehr am absoluten Minimum orientieren und prüft deshalb eine Erweiterung der Sicherheitszone am Ende einer Landebahn. Wie wichtig diese werden kann, zeigte ein Zwischfall vom 02. August 2005 in Toronto. Damals rollte ein Flugzeug über das Pistenende hinaus in einen kleinen Bach und fing Feuer.

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A380: Start mit minimaler Geschwindigkeit


Interessante Bilder eines Tests vom Start des Airbus A380 mit minimaler Geschwindigkeit gibt's hier. Durch die Länge des Rumpfes berührt das Heck des A380 bei diesem Manöver die Runway. Um Schäden zu vermeiden, ist das Leitwerk an der unteren Seite besonders geschützt.

via A380

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Mittwoch, Januar 18, 2006

BILLIONEN EURO MAP



If you think The Million Dollar Homepage was a big deal, click the picture!

Fisher Made's Mapping of Aerospace and Defence Environments (MADE) bietet dem Nutzer eine webbasierte Recherchemöglichkeit "Wer mit Wem und unter wessen Flagge fleissig rüstet".

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Fortbildungsseminar: Titan und Titanlegierungen

Im Jahre 1795 entdeckte der Berliner Chemiker Martin Klaproth bei Untersuchungen an Rutil das Oxid eines bis dahin unbekannten Elements, dem er den Namen Titan gab. Nach Eisen, Aluminium und Magnesium ist Titan das vierthäufigste in der Erdrinde vorkommende Metall. Aufgrund des schwierigen und aufwendigen Reduktionsprozesses dauerte es jedoch noch weit über 100 Jahre, das Metall vom Oxid zu isolieren. Titanlegierungen sind von daher ein noch sehr junger Werkstoff.

Die ersten Legierungen, die Ende der 1940er Jahre entwickelt wurden, schrieben jedoch schon Luftfahrtgeschichte. Sie ermöglichten den Eintritt in das Düsentriebwerkzeitalter und damit den Schritt in eine neue Ära der Luft- und Raumfahrt. Von daher ist das Titan auch heute noch mit dem Flair des Exotischen umgeben. Inzwischen etablieren sich die Titanlegierungen aufgrund ihrer herausragenden Eigenschaften - hohe spezifische Festigkeit, ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit - jedoch zunehmend auch in der chemischen Industrie, Bauindustrie, Medizintechnik sowie im Off-shore-, Energie- und Automobilbereich.

Termin:
22.03.2006 ab 10:00 - 23.03.2006 17:30

Veranstaltungsort:
Das Fortbildungsseminar findet statt am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Casino, Linder Höhe, 51170 Köln (Porz-Wahnheide).
51147 Köln
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:
Wissenschaftler

Kontakt:
np@dgm.de


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Ryanair kickt zwei Diebe

Nachdem zwei britische Passagiere am 6. Januar auf einem Ryanair-Flug von Nottingham nach Barcelona drei der Schwimmwesten aus der Maschine entwendet hatten, verhängte die Airline eine Flugsperre gegen die unfeinen Engländer. Zuvor hatte ein spanisches Gericht gegen jeden der Übeltäter ein viermonatiges Flugverbot verhängt.

via Breaking News.ie

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Germanwings startet Bonusprogramm

Mit Boomerang startet Germanwings als erste Billig-Airline ein Kundenbindungsprogramm. Wer als Mitglied ihres Boomerang-Clubs innerhalb von zwei Jahren acht Hin- und Rückflüge oder 16 Einzelfüge bucht, bekomment einen freien Hin- und Rückflug. Weitere Bonuspunkte gibt's bei Partner Sixt oder ausgewählten Hotels. Damit reagiert die Airline auf den verschäften Preiskampf innerhalb Europas.

via Handelsblatt

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Luftfahrt boomt oder doch nicht?

Doch doch, zumindest melden die meisten Companies steigende Verkaufs- und Passgierzahlen in 2005 und erwarten in 2006 weitere Zuwächse.

Trotzdem berichtet Zentralschweiz Online, dass die Branche in 2005 6 Milliarden Dollar Verlust einflog, ursprünglich wurden sogar 10 Milliarden erwartet.

Wenn sich die Euphorie gelegt hat, bin ich auf die erzielten Gewinne/Verluste der einzelnen Untenehmen gespannt. Erst dann wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

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Dienstag, Januar 17, 2006

Continental: Mechaniker ins Triebwerk gezogen

Wieder mal eine "Spitzenleistung" von Continental Airlines:

In Vorbereitung des Abfluges von Continental Flug 1515 vom Flughafen El Paso International Airport, Texas nach Bush Intercontinental Airport in Houston wurde am Montag ein Mechaniker in das rechte Triebwerk der Boeing 737-500 gezogen. Der Zwischenfall ereignete sich während eines wartungsbedingten Probelaufes, so ein Sprecher der Federal Aviation Administration (FAA). Die Maschine hatte zu dem Zeitpunkt 114 Passagiere und 5 Crew-Mitglieder an Bord.

Ein Boeing-Sprecher sagte, dies sei nicht der erste Vorfall dieser Art. So etwas passiere häufig. Jedoch seien die Airlines für die Sicherheit ihrer Prozesse selbst verantwortlich.

Continental entsandte ein Team von Psychologen für die Betreuung ihrer Angestellten und der Passagiere.

Die Behörde für Nationale Transportsicherheit schickte von ihrem Sitz in Denver, Colorado ein Expertenteam zur Untersuchung des Vorfalls.


Da stellen sich mir sofort folgende Fragen:

1. Weshalb macht Continental einen wartungsbedingten run-up bei einer vollbesetzten Maschine?

2. Was macht ein Mechaniker vor dem Einsaugschacht eines laufenden Triebwerkes?

3. Warum überlässt Boeing die Sicherheit bei Standläufen allein den Airlines?

4. Welche Vorschriften gibt es seitens der FAA?

5. Gibt es in Europa ähnliche Vorfälle?

6. Wie können künftig solche Zwischenfälle vermieden werden?

Was meinen Sie?


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Sonntag, Januar 15, 2006

Luftfahrt boomt - auch ihre dunkle Seite

Die Luftfahrt verzeichnete in 2005 weltweit ein Rekordjahr, ihre dunkle Seite auch. Obwohl nur mit Zwei Prozent am weltweiten Flugverkehr beteiligt, ist Afrika der Spitzenreiter, vor allem die Staaten Kongo und Nigeria.

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Abenteuer Outside Check



Warum Fluglehrer die Vorflugkontrollen lieber den Flugschülern überlassen.

via Ottawa Flying Club


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Ultraleicht: Sky-Maxx stellt sich vor


Ein neuer Global Player im Ultraleicht-Segment ist die German Aircraft GmbH, Köln mit ihrem Sky-Maxx, einem kleinen Zweisitzer in Ganzmetallbauweise der auch Profi-Einsätze besteht.



Technik und Leistung

Sky-Maxx ist nicht ein Ultraleichtflieger schlechthin. Dahinter verbirgt sich mehr. Dieses Ultraleichtflugzeug ist ein STOL, dem zum Starten und Landen 30 bis 50 m auch auf unbefestigten Bahnen genügen. Mit seinem maximalen Abfluggewicht (MTOW) bis 750kg und einem 100 PS Motor in der Standardausführung hat der Flieger eine Reichweite von 800 km bei einer Reisegeschwindigkeit von 108 kts (200km/h). Die Steigleistung mit 1.400 ft/min ist bemerkenswert. Seine Aluminiumkonstruktion macht dieses Ultraleichtflugzeug sehr widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und unterstützt durch seine Fähigkeit zur Energieabsorbtion die Sicherheit. Laut Angaben von German Aircraft begnügt sich Sky-Maxx mit einem Stellplatz unter freiem Himmel und verzichtet auf teuere Hangar-Plätze.



Sky-Maxx im Einsatz

Sky-Maxx hat seine Stärken bei Kontroll- und Observationsflügen, Foto- und Rundflügen und ist die ideale Ergänzung der Flotten von Flugschulen und Vereinen. Für Piloten, die Wert auf Qualität sowie hohe Geschwindigkeit bei kurzen Start- und Lande-Strecken legen, stellt Sky-Maxx eine gute Alternative dar. Ein weiterer Vorteil ist die Propelleranordnung hinter dem Cockpit. So sind die für Propeller und Motor gefährlichen Bodenberührungen bei Landung oder Rollen auf unbefestigten Flugplätzen ausgeschlossen. Das robuste Fahrwerk mit verschieden angebotenen Reifenprofilen steckt auch härtere Landungen weg. Als STOL stellt der Ultraleichtflieger eine ernste - weil kostengünstigere - Konkurrenz zum Hubschrauber dar, sobald 30 - 50m Start und Landebahn zur Verfügung stehen.

Fotos: German Aircraft


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Samstag, Januar 14, 2006

Abgebrüht

Auf Langstreckenflügen wecken die Airlines ihre Fluggäste gern mit kochend heissen Tüchern. Näheres über Sinn und Unsinn dieser Prozedur erfahren Sie im towel manual.


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Luftfahrt: Themenwoche im ZDF

Vom 16.01. bis 20.01. sendet das ZDF mehr als 100 Jahre Luftfahrt in fünf Filmen:

Montag, 16. Januar 2006, 14.15 Uhr: Pioniere des Motorflugs – Die Brüder Wright

Dienstag, 17. Januar 2006, 14.15 Uhr: Die Concorde – Mit Überschall ans Ziel

Mittwoch, 18. Januar 2006, 14.15 Uhr: Raketenfieber – Die Eroberung des Weltraums

Donnerstag, 19. Januar 2006, 14.15 Uhr: Ekranoplan – Das Monster vom Kaspischen Meer

Freitag, 20. Januar 2006, 14.15 Uhr: Himmelstürmer – 100 Jahre Luftfahrt


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Vogelgrippe: Reiseveranstalter klären auf

Leider werden Stimmen laut, dass die Reiseveranstalter das Thema Vogelgrippe verschlafen und auf die Aufklärung ihrer Kunden verzichten würden.

"Aber richtig perfekt macht es nur ein Reiseveranstalter: Studiosus. Auf der Startseite gibt es bereits ein Fenster mit einem Hinweis zur Vogelgrippe."

und

"Wann macht es die restliche Branche nach?"

Weit gefehlt. Wenn Sie die Websites der "Grossen" besuchen, dann Sie finden unter den jeweiligen "Länderinfos" auch die bemängelten Hinweise. Gemäss den derzeitigen medizinischen Statements geht von der Vogelgrippe wenig Gefahr aus, wenn man sich entsprechend verhält. Warum also alle Kunden scheu machen, wenn es zudem nur bestimmte Reiseziele betrifft. Dafür gibt es Länderinfos und der Globetrotter weiss das.

Nevertheless, hier ein paar Direct-Links zur aktuellen Situation in der Türkei, als liebstes Reiseziel der Deutschen:

Türkei-Info bei TUI

REWE Gruppe (Auswahl):
Türkei-Info bei LTU
Türkei-Info bei Meiers Weltreisen
Türkei-Info bei DerTour

Türkei-Info bei Neckermann


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